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Polnischer Soldat soll Asyl in Belarus beantragt haben – Warschau will die Flucht nicht bestätigen

© REUTERS / Kacper PempelPolnische Soldaten patrouillieren während der Migrantenkrise an der weißrussisch-polnischen Grenze in der Nähe von Dubicze Cerkiewne, Polen, am 5. Dezember 2021 am Bahnübergang.
Polnische Soldaten patrouillieren während der Migrantenkrise an der weißrussisch-polnischen Grenze in der Nähe von Dubicze Cerkiewne, Polen, am 5. Dezember 2021 am Bahnübergang. - SNA, 1920, 17.12.2021
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Ein 25-jähriger polnischer Soldat hat aus Protest gegen die Politik seines Landes in der Migrantenkrise in Weißrussland politisches Asyl beantragt. Das teilte das Informationsportal des weißrussischen staatlichen Grenzkomitees am Freitag mit.
Der im Jahr 1996 geborene Emil Czeczko wurde laut der Mitteilung am Donnerstag um 17.50 Uhr (Ortszeit) von den weißrussischen Grenzbeamten am Grenzposten Tuschemlia nahe der Stadt Grodno an der weißrussisch-polnischen Grenze angehalten. „Da er mit der polnischen Politik in der Migrationskrise und der unmenschlichen Behandlung von Flüchtlingen nicht einverstanden war, beantragte der Soldat politisches Asyl in der Republik Belarus“, hieß es in dem Text.
„Der Mann sagte, er sei ein Angehöriger des 11. Masurischen Artillerie-Regiments der nach König Kasimir benannten 16. pommerschen mechanisierten Division, dessen Einheiten zur Sicherung der Grenze zu Weißrussland während des Ausnahmezustands in den Grenzgebieten Polens eingesetzt wurden“, so die Mitteilung weiter.
Die 16. mechanisierte Division bestätigte bereits via Twitter, dass einer ihrer Soldaten an der Ostgrenze verschwunden sei, betonte aber, dass sie die „Informationen einiger Medien“ über seine Flucht nach Weißrussland „nicht bestätigen“. Laut der Division ist die Suche nach dem Verschwundenen momentan im Gange.
Der polnische Verteidigungsminister, Mariusz Blaszczak, teilte daraufhin via Twitter mit, dass der verschwundene Soldat ernsthafte Probleme mit dem Gesetz hätte und aus der Armee bereits ausgetreten sei. Blaszczak betonte, dass der Verschwundene „niemals in den Grenzdienst geschickt werden“ sollte.
„Ich habe um eine Erklärung gebeten, wer dafür verantwortlich ist“, so der Verteidigungsminister Polens.
Nach Informationen des polnischen Radiosenders RMF FM musste der geflohene Soldat nur noch wenige Tage seinen Dienst in der polnischen Armee verrichten. Dem Sender zufolge habe er „Ärger gemacht“, sodass seine Vorgesetzten nur noch darauf gewartet hätten, dass er den Dienst verlasse.
Der SNA-Dienst in Polen veröffentlichte das erste Foto mit Czeczko, auf dem er dem weißrussischen Staatsfernsehen ein Interview gibt.
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