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Merz, Röttgen oder Braun? Wettkampf um CDU-Parteivorsitz geht zu Ende

© REUTERS / ANNEGRET HILSEFriedrich Merz und Christina Stumpp von der CDU nehmen am 16. Dezember 2021 in Berlin an einer Plenumssitzung des Deutschen Bundestages teil.
Friedrich Merz und Christina Stumpp von der CDU nehmen am 16. Dezember 2021 in Berlin an einer Plenumssitzung des Deutschen Bundestages teil.  - SNA, 1920, 17.12.2021
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Bis Donnerstag durften die CDU-Mitglieder über einen Kandidaten für den Parteivorsitz abstimmen. Am Freitagnachmittag will die Partei das Ergebnis präsentieren. Die Umfragen zeigen Friedrich Merz als Favoriten – doch was will er prinzipiell anders machen?
Allerdings wird einer der drei Bewerber: Friedrich Merz, Norbert Röttgen oder Holger Braun – erst dann zum neuen CDU-Chef erklärt, wenn er eine absolute Mehrheit erreicht. Falls keiner von ihnen diese bekommt, kommt es dann zur Stichwahl, die am 29. Dezember beginnen und bis zum 12. Januar dauern soll. Wer neuer CDU-Chef und damit auch Nachfolger von Armin Laschet wird, entscheidet sich endgültig dann auf dem digitalen Parteitag am 21. und 22. Januar. An der Mitgliederbefragung haben sich nach CDU-Angaben rund 250.000 Mitglieder beteiligt, was knapp zwei Drittel aller Parteimitglieder beträgt.

Merz schon Favorit, aber ohne Begeisterung

Als Bewerber mit den besten Chancen gilt parteiintern der 66-jährige Merz. Auch laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag von rtl/ntv halten 36 Prozent unter den Wählerinnen und Wählern der Union gerade Merz für einen geeigneten CDU-Vorsitzenden, gefolgt von Röttgen (19 Prozent) und Braun (neun Prozent). Dieselbe Befragung unabhängig von parteiischen Präferenzen gab Merz aber lediglich 21 Prozent mit Röttgen vorne (23 Prozent). 46 Prozent der Befragten hielten dabei keinen der drei Kandidaten für einen passenden CDU-Chef. Was will aber der ehemalige „BlackRock“-Mitarbeiter besser als die anderen machen?
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird neben der scheidenden Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer während des Großen Zapfenstreichs in Berlin am 2. Dezember 2021 eine Urkunde überreicht. Symbolfoto. - SNA, 1920, 08.12.2021
Kramp-Karrenbauer als neue Bundespräsidentin? Was die Vorschläge in der CDU bedeuten können
Bekannt ist bisher, dass er die Partei familienfreundlicher machen und mehr Frauen gewinnen will. Aber andere wollen das auch. In einem Gastbeitrag für die „Welt“ unter dem Titel „Der Verlust der Frauen“ schrieben zuletzt die CDU-Politikerinnen einschließlich von Ex-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Union habe die Bundestagswahl verloren, weil sie zwölf Prozent der Frauen verloren habe. Bei Männern waren es dagegen nur minus sechs Prozent gewesen. Diese Politikerinnen unterstützen aber das „Team Braun“.

„Nein“ zu Impfpflicht – aber „ja“ zu 2G am Arbeitsplatz?

Aus seinem Brief an die Unterstützer vom 11. Dezember geht hervor, dass Merz alleine schon die beschränkte Impfpflicht für die Pflegeheime und Kliniken nicht unumstritten findet. „Sie ist ein Eingriff in das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und daher nur zulässig, wenn sie in der Abwägung zu anderen Grundrechten und anderen Grundrechtsträgern verhältnismäßig ist“. Dabei gibt er zu, dass er trotz einiger Bedenken dieser beschränkten Impfpflicht im Bundestag doch zugestimmt habe. In der Debatte um die allgemeine Impfpflicht zeigt sich Merz skeptisch und wünscht sich lieber weiterhin 2G. Aber wie weit sollte solch eine 2G-Regel greifen? Noch vor drei Wochen hatte sich Merz auch für 2G am Arbeitsplatz für alle mit allen Konsequenzen bei Verstößen ausgesprochen – also noch härtere Einschränkungen für Ungeimpfte, als es sie bisher mit 3G gibt. So könnten die Ungeimpften nach Merz auch nicht mehr arbeiten. „Kein Ungeimpfter mehr im Büro, kein ungeimpfter Fußballspieler mehr auf dem Rasen, kein ungeimpfter Abgeordneter mehr im Bundestag, kein ungeimpfter Student mehr im Hörsaal“, skizzierte Merz Ende November dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
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