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Erste Kinderkostenstudie seit 1964: So viel geben Familien in Österreich aus

© SNA / Wladimir Pesnja / Zur BilddatenbankParkbesucher (Archiv)
Parkbesucher (Archiv) - SNA, 1920, 17.12.2021
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Eine Zwei-Elternteil-Familie in Österreich gibt für ein Kind pro Monat durchschnittlich 494 Euro aus, bei einer Ein-Eltern-Familie sind es 900 Euro. Die staatlichen Geldleistungen decken das jedoch nur zum Teil ab, wie unter anderem der ORF unter Verweis auf eine aktuelle Studie berichtet.
Eine Untersuchung der Statistik Austria und des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) „Monetäre Familienleistungen“ ergab demnach, dass dabei die Alleinerziehenden, die kinderreichen Familien oder die Haushalte mit älteren Kindern besonders betroffen seien.
Das Alter der Kinder würde einen großen Unterschied machen: Laut der Statistik Austria seien für Null- bis Fünfjährige pro Monat 308 Euro erforderlich, bei 20- bis 24-Jährigen hingegen 703 Euro. Wichtig sei, dass die Familienleistungen mit dem Alter allerdings kaum steigen würden.
Schwieriger werde es für rund 6,6 Prozent der österreichischen Familien von Alleinerziehenden, da die Kinderkosten mit durchschnittlich 900 Euro fast doppelt so hoch wie in Zwei-Elternteil-Familien seien, unter anderem weil Fixkosten wie etwa Miete stärker ins Gewicht fallen bzw. ältere Kinder mehr kosten würden. Hier sei es möglich, mit den Familienleistungen nur etwa ein Drittel der Kinderkosten zu decken, so die Aufstellung der WIFO-Studie.
Allerdings seien die staatlichen Zuschüsse, darunter die Familienbeihilfe, welche 64 Prozent der gesamten Familienleistungen ausmache, schon lange nicht mehr ausreichend erhöht worden, hieß es. Zugleich sei seit Jahren eine Tendenz zu steuerlichen Begünstigungen, vor allem zum Familienbonus, zu beobachten. Allerdings habe sich in dieser Hinsicht als problematisch erwiesen, dass Eltern mit geringeren Einkommen, Alleinerziehende oder Familien mit mehr Kindern keinen Vorteil haben.
Der Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) würde sich angesichts dieser Ergebnisse für die Einführung einer Kindergrundsicherung aussprechen, wie sie in Deutschland im Regierungsprogramm vorgesehen sei. Ziel sei, dass Kinder unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund gewisse Grundleistungen erhalten würden.
Die letzte Kinderkostenstudie stamme aus dem Jahr 1964. Seither seien die Kosten nur jährlich valorisiert worden, was die tatsächlichen Mehrkosten für Kinder allerdings nicht abdecke, betonte Studienautor Martin Bauer von der Statistik Austria. Immerhin brauche man heute als Kind für eine Teilhabe an der Gesellschaft andere Dinge als noch in den 1960ern.
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