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Bauministerin Geywitz über „den grauen Elefanten“: Wie Wohnungsbau zur Klimawende beitragen kann

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEKlara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz (Archiv)
Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 17.12.2021
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Die deutsche Bauindustrie sei in der Lage, die Klimawende erfolgreich umzusetzen. Das sagte Bauministerin Klara Geywitz (SPD) am Freitag dem ZDF. „Wir wollen bürokratische Hürden abbauen und Mieten begrenzen“, kündigte sie an. Laut Vorstellungen des Bauministeriums sollen jährlich fast eine halbe Million neue Wohnungen entstehen.
Jährlich 400.000 neue Wohnungen plane das Ministerium – darunter 100.000 Sozialwohnungen Das sagte Klara Geywitz (SPD), die das neugeschaffene Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in der Ampel-Koalition führt, in einem ZDF-Interview am Freitagvormittag. Die Ministerin setze dabei auf den Abbau bürokratischer Hürden. Dabei werde auch der Klimaschutz beachtet, etwa durch energetische Sanierungen, klimaneutrale Heizungssysteme oder umweltschonende, CO₂-sparende Bautechniken.
„Die neuen Wohnungen werden vor allem in Ballungszentren gebraucht“, sagte Bauministerin Geywitz. Sie forderte „bezahlbares Wohnen“, vor allem für junge Menschen. „Wir müssen den Platz, den wir haben, effizienter nutzen“, erklärte sie mit Blick auf zu bebauende Flächen und Grundstücke, darunter etwa ehemalige Gewerbegebiete. Das große Ziel ihres Ressorst sei es, gleichzeitig für stabile Mieten zu sorgen und die Klimaziele einzuhalten.
Angesprochen auf demnach über 600.000 Wohnungen in Ostdeutschland, die leer stünden, nannte die SPD-Politikerin mögliche Techniken wie „Umnutzung im Leerstand“. Außerdem sei in diesem Bereich regional zu steuern.
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Obwohl die Herstellung und Verwendung von Beton hohe CO₂-Emissionen verursache, gebe es laut Geywitz einen bisher ungenutzten, großen Spielraum, um auch dort Emissionen einzusparen. „Bauen ist der graue Elefant in der Klimawandel, hat ein riesiges Einsparpotenzial aus meiner Sicht. Aber es bewegt sich noch zu wenig. Wir brauchen eine Stärkung der Bauforschung und innovative Baumaterialien.“
Die deutsche Bauindustrie sei export-orientiert, qualitativ hochwertig und könne die Klimawende umsetzen, zeigte sich die Ministerin überzeugt.
Geywitz hoffe zudem, durch Wohnungsneubau die Situation der hohen Mieten, vor allem in Großstädten, entschärfen zu können. Bis dahin sei es Aufgabe der Bundesregierung, gesetzliche Regelungen zu finden, um überteuerte Mieten zu bremsen.
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