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Betrunken, krank oder unter Medikamenten-Einfluss? – Wirbel um ORF-Moderator Rafreider

CC BY-SA 3.0 / Manfred Werner / Wikimedia CommonsORF-Starmoderator Roman Rafreider
ORF-Starmoderator Roman Rafreider - SNA, 1920, 16.12.2021
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Am Dienstagabend hat der ORF-Starmoderator Roman Rafreider in der Sendung „ZiB Flash“ für viel Aufsehen gesorgt. Nicht etwa mit dem Inhalt der Sendung, sondern mit seiner Performance. Lallend und schwankend kämpfte sich Rafreider durch seine Moderation, hier und da entschlüpften im Versprecher.
Die Zuschauer trauten am Dienstagabend kaum ihren Augen, als sie ORF-Moderator Roman Rafreider in diesem Zustand sahen.
Was war da nur los? Die Zuschauer spekulierten, er habe wohl „zu viel Glühwein“ gehabt, andere bedankten sich für den dringenden Lacher in Pandemiezeiten. Dritte vermuteten gesundheitliche Probleme und wünschten gute Besserung. Schnell machte sich die Geschichte auch in den Medien breit, nicht nur in den österreichischen.

Reaktion des ORF

Der ORF reagierte umgehend und entband den 52-Jährigen von seinen Aufgaben. „Der Standard“ zitiert aus einem diesbezüglichen Statement des ORF vom Mittwoch: „Roman Rafreider wurde umgehend suspendiert. Der Fall und dienstrechtliche Konsequenzen werden heute von der Personalabteilung geprüft.“ Nach dem Gespräch der ORF-Personalabteilung mit dem Moderator sei mitgeteilt worden, das Medienunternehmen und Rafreider würden künftig getrennte Wege gehen.

Suche nach den Ursachen

Doch wie ist Rafreider in diesem Zustand überhaupt auf Sendung gegangen? Das fragten sich auch viele Twitter-Nutzer.
„Der Standard“ fragte beim ORF nach und bekam die Erklärung, Rafreider sei erst kurz vor Sendebeginn eingetroffen und direkt ins Studio gegangen. Die Sendungsregie sitze zudem nicht in unmittelbarer Nähe des Studios.
Rafreider selbst habe sich entschuldigt sein ungewöhnliches Verhalten damit erklärt, dass er kurz vor Sendungsbeginn von einem Todesfall erfahren habe. Wie der „Kurier“ erfahren haben will, soll es sich bei dem Verstorbenen entgegen anderen Medienberichten aber nicht um den Vater des Moderators handeln.
Unklar scheinen auch die genauen Umstände des Vorfalls. Während Zuschauer und diverse Medien von einem „offenbar alkoholisierten“ Roman Rafreider sprachen, will die Zeitung „Heute“ von Insidern erfahren haben, dass kein Alkohol im Spiel gewesen sei. Vielmehr hätte der Moderator nach Erhalt der schlimmen Nachricht auf Beruhigungsmittel zurückgegriffen, um die Sendung moderieren zu können.

Netz auf Rafreiders Seite

Die Entscheidung des ORF, sich von Rafreider zu trennen, stieß auf wenig Verständnis im Netz. Viele Twitter-Nutzer schrieben, es sei nur menschlich, wenn Rafreider angesichts der schlimmen Nachricht ein Ausrutscher passiere.
Derweil hat sich FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker zu Wort gemeldet und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz doppelte Standards vorgeworfen. Wrabetz habe nämlich nach seiner vor wenigen Monaten bekannt gewordenen „Alko-Fahrt“ keinerlei Konsequenzen fürchten müssen.
„Würde man am Küniglberg nur einen Bruchteil jener Konsequenz an den Tag legen, mit der man regelmäßig etwa friedliche Demonstranten gegen die autoritäre Corona-Regierungspolitik diffamiert, müsste Alexander Wrabetz sich spätestens jetzt umgehend selbst suspendieren. Dass dies jedoch nicht passiert, zeugt einmal mehr vom heuchlerischen Geist, der in der ORF-Chefetage den Ton angibt. Weniger ist ein Moderator, der einmal zu tief ins Glas geschaut hat, das primäre Problem, als vielmehr ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der vor allem auf sich und die Gefälligkeit der herrschenden Regierung zur Absicherung seiner Pfründe blickt“, so Hafenecker.
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