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Deutschland: Gasspeicher vor Winterbeginn auf historisch niedrigem Stand – Betreiberverband

© AP Photo / Joerg SarbachEin Arbeiter geht auf dem Gelände von Westeuropas größten Gasspeicher in Rehden über die Anlage (Archivbild)
Ein Arbeiter geht auf dem Gelände von Westeuropas größten Gasspeicher in Rehden über die Anlage (Archivbild) - SNA, 1920, 16.12.2021
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Die Gasspeicher in Deutschland sind zu weniger als 60 Prozent gefüllt, was laut dem Verband der Untertage-Gasspeicherbetreiber einem „historisch niedrigen Stand“ im Vergleich zu den Vorjahren entspricht. Darüber berichtet die Zeitung „Handelsblatt“ am Donnerstag.
Mit einem Füllstand von derzeit rund 59 Prozent bewege man sich gegenüber den Vorjahren auf einem „historisch niedrigen Stand“, sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), Sebastian Bleschke, der Zeitung am Donnerstag. Nach seinen Worten ist im Moment eine starke Inanspruchnahme der Speicher zu beobachten, wobei es deutlich mehr aus- als eingespeichert werde.
„Da der eigentliche Winter noch bevorsteht, sollte mit den vergleichsweise niedrigen Speicherreserven sicherlich sorgsam umgegangen werden. Wenn die Ausspeicherung so fortschreitet wie im Moment, wird der Speicherstand im Februar sehr niedrig sein“, so Bleschke.
Gasherd (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.12.2021
Russland erfüllt Gas-Pflichten gegenüber EU in vollem Umfang – Putin

Sonderausschreibung als Gegenmittel

Da es im Gasmarkt im Gegenteil zum Ölmarkt keine staatlich vorgeschriebene Bevorratung gibt, will die Trading Hub Europe GmbH nun einen möglichen Engpass im Februar mit einer Sonderausschreibung für die Beschaffung von Erdgas abwenden. Es bleibe jedoch unklar, ob sich Bieter finden würden, die bereit seien, eine Lieferverpflichtung für Februar einzugehen, so die Zeitung.
Wegen der aktuellen Marktlage bezeichnete Bleschke die Beschaffung als „sicher herausfordernd“. Das Bundeswirtschaftsministerium nannte die Sonderausschreibung einen „üblichen Vorgang“.
Gerhard Schröder - SNA, 1920, 02.11.2021
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EU-Kommission will langfristige Gasverträge ausschließen

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch eine Reihe von Gesetzesvorschlägen zur Dekarbonisierung des Gasmarktes vorgelegt, darunter auch Maßnahmen für Verhinderung zukünftiger Gasversorgungskrisen. Demnach sollen die Mitgliedstaaten die Füllung ihrer Gasspeicher zukünftig miteinander koordinieren und zusätzlich die Möglichkeit haben, auf freiwilliger Basis gemeinsame Gasreserven anzulegen.
Auch langfristige Gasverträge will die Kommission laut den Vorschlägen einschränken. Diese sollen nicht über 2049 hinaus verlängert werden können. Die Maßnahme wird damit argumentiert, dass die EU im Jahr 2050 klimaneutral sein will, und deshalb aus allen fossilen Energieträgern aussteigen müsse, inklusive Gas.
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