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CO2 lagern unter der Nordsee: Schleswig-Holstein kritisiert Pläne Dänemarks

CC0 / / Helgoland, Nordsee, Symbolbild
Helgoland, Nordsee, Symbolbild - SNA, 1920, 16.12.2021
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Es ist vorerst nur ein Pilotprojekt, das Dänemark 250 Kilometer von Sylt entfernt plant, aber die Kritik von Schleswig-Holstein hat es sich bereits eingehandelt. Solche Speicherungen seien schlichtweg untersagt und es muss aus Sicht der Landesregierung erst sichergestellt werden, dass keine Gefahr für Mensch, Natur und Umwelt davon ausgeht.
Schleswig-Holsteins Landesregierung hat sich kritisch über Dänemarks Pläne für eine Lagerstätte von Kohlendioxid in der Nordsee geäußert. „Wenn jetzt vor der dänischen Küste CO2 in einem Pilotprojekt unterirdisch gespeichert werden soll, dann muss absolut sichergestellt sein, dass dieses Vorgehen keine Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt hat“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Donnerstag. „Insbesondere Gefahren für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und das Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer müssen ausgeschlossen sein.“ Zuvor hatte das „Flensburger Tageblatt“ (Donnerstagausgabe) über einen Streit um den geplanten CO2-Speicher 250 Kilometer nordwestlich von Sylt berichtet.

CO2-Lager: Vorprüfungen nur mit Nachbarstaaten?

„In Schleswig-Holstein ist eine unterirdische Speicherung von Kohlendioxid einschließlich der Küstenmeere von Nord- und Ostsee gesetzlich untersagt“, sagte Albrecht. Laut Ministerium habe sich Dänemark in einer E-Mail vom 13. Dezember wie folgt geäußert: Der dänischen Energie-Agentur sei nicht bekannt gewesen, dass Nachbarstaaten bei Vorprüfungen konsultiert werden müssen. Diese seien bereits abgeschlossen. Albrecht hält eine nachträgliche deutsche Beteiligung an Vorprüfungen für das Projekt und im weiteren Verfahren für notwendig. Sein Ministerium werde das Bundesumweltministerium bitten, „dies auch gegenüber Dänemark zu äußern“.
CO2-Zeichen (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
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Auch der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen Initiative gegen CO2-Endlager, Reinhard Knof, beharrt auf einer Beteiligung seiner Bürgerinitiative, wie das „Flensburger Tageblatt“ berichtete. Er hat demnach Beschwerde in Dänemark eingelegt.

Gas- und Ölriesen im Konsortium des umstrittenen Projekts

Neben „INEOS Oil“ and „Gas Denmark“ ist auch der deutsche Gas- und Ölproduzent „Wintershall Dea“ führendes Mitglied des Konsortiums für das Projekt namens „Greensand“. Früheren Angaben des Unternehmens zufolge erhält das Projekt 26 Millionen Euro Fördermittel für Offshore-CCS in der dänischen Nordsee.
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