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Urteil im Tiergartenmord-Prozess „politisch motiviert“ – Russischer Botschafter

© SNA / Vitaliy TimkivRussische Fahne (Symbolbild)
Russische Fahne (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
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Das heutige Urteil eines Gerichts in Berlin im sogenannten Tiergartenmord-Prozess, wonach ein russischer Bürger zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden ist, ist laut Russlands Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, voreingenommen und politisch motiviert.
„Wir halten dieses Urteil für eine voreingenommene, politisch motivierte Entscheidung, welche die ohnehin schwierigen russisch-deutschen Beziehungen ernsthaft erschwert. Die absurde These über die Beteiligung der Russischen Föderation an der rechtwidrigen Handlung wurde während des gesamten Prozesses der Öffentlichkeit methodisch aufgezwungen, in den allgemeinen antirussischen Kontext verwoben, aber letztlich nie durch überzeugende Beweise bestätigt“, sagte Netschajew.
Es sei mindestens komisch, die Pseudo-Ermittlungen und unbegründete Anschuldigungen der engagierten Plattformen wie Bellingcat* und Insider* sowie die Aussagen eines von den ukrainischen Geheimdiensten instrumentalisierten Zeugen, welche sich wiederholt geändert hätten, und weitere Spekulationen als solche zu akzeptieren, hieß es weiter.
„Dieses Ergebnis bereitet uns große Sorgen, es ist ein offensichtlicher unfreundlicher Akt und wird nicht unbeantwortet bleiben“, so Netschajew. Er fügte hinzu, dass „der Zeitpunkt für die Verkündung des Urteils kaum zufällig gewählt wurde“.
„Es ist offensichtlich, dass jemand daran interessiert ist, dass der Dialog zwischen Russland und der neuen deutschen Regierung von Anfang an überschattet ist“, so Russlands Botschafter.
Das Berliner Kammergericht hat am Mittwoch den 56-jährigen Russen Wadim Sokolow (Krasikow) im sogenannten Tiergartenmord-Prozess schuldig gesprochen und ihn zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft, welche einen Mord auf Anweisung „von staatlichen Stellen der Regierung der Russischen Föderation“ vermutete, forderte für den Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Verteidigung bestand ihrerseits darauf, dass die Beweisgrundlage unzureichend sei.
Am 23. August 2019 wurde der 40-jährige georgische Staatsbürger Selimchan Changoschwili im Berliner Tiergarten erschossen. Der Verdächtige ist der russische Staatsbürger Wadim Sokolow. Sein bürgerlicher Name ist den deutschen Ermittlungen zufolge Wadim Krasikow. Der mutmaßliche Killer soll mit einem Fahrrad an Changoschwili herangefahren sein und ihn aus einer Pistole Glock 26 mit einem Schalldämpfer erschossen haben. Er starb auf der Stelle. Die Anhörungen zu diesem Fall begannen 2020 in Berlin.
* In Russland als ausländischer Agent eingestufte Organisation
Auktion (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
„Tiergartenmord“-Prozess: Berliner Gericht verurteilt Angeklagten zu lebenslanger Haft
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