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„Tiergartenmord“-Prozess: Berliner Gericht verurteilt Angeklagten zu lebenslanger Haft

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Auktion (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
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Das Berliner Kammergericht hat am Mittwoch den 56-jährigen Russen im sogenannten Tiergartenmord-Prozess schuldig gesprochen und ihn zu einer lebenslangen Haft verurteilt.
Der Beschuldigte soll Ende August 2019 einen Georgier tschetschenischer Abstammung im Kleinen Tiergarten in Berlin erschossen haben. Der Getötete lebte seit Ende 2016 als Asylbewerber in Deutschland und wurde von den russischen Behörden als Terrorist eingestuft.
Zu den näheren Hintergründen der Tat sagte der Vorsitzende Richter Olaf Arnoldi zum Auftakt der Urteilsbegründung noch nichts. Das Gericht sei allerdings davon überzeugt, dass es sich bei dem angeklagten Russen um einen Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB handelt.
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Der Beschuldigte hatte zu Beginn des Prozesses über seine Anwälte erklären lassen, er heiße Vadim S. und sei Bauingenieur. Dabei bestritt er jede Verbindung zum russischen Staat.
Der Prozess lief seit Oktober 2020 unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Der Fall belastete die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland schwer.
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Bei dem Getöteten handelte es sich um den georgischen Staatsbürger Selimchan Changoschwili, der nach Informationen der russischen Sicherheitsbehörden an der Vorbereitung der Terroranschläge in der Moskauer U-Bahn und in der Schule von Beslan im Jahr 2004 beteiligt gewesen sein soll. Seine Auslieferung hatte Deutschland informell abgelehnt.
Bei einem Bombenanschlag auf eine voll besetzte U-Bahn in Moskau seien nach offiziellen Angaben 2004 über 40 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Bei der Geiselnahme in einer Schule von Beslan gab es über 300 Tote und mehr als 780 Verletzte.
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