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So schützt ökologischer Landbau die Biodiversität und das Klima – Studie

CC0 / Coernl / Pixabay / Getreide (Symbolbild)
Getreide (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
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Die biologische Vielfalt der Böden ist die Grundlage für ein gesundes Ökosystem. Eine Studie zeigt, wie sich ökologischer Landbau auf die Biodiversität der Böden auswirkt.
Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen fordert unsere Gegenwart enorm heraus. Ökosysteme sind lebensnotwendig für die Gesellschaft: Sie regulieren das Klima, produzieren Lebensmittel und andere Agrargüter, bieten sauberes Trinkwasser und erhalten die Biodiversität. Die biologische Vielfalt der Böden ist die Grundlage dafür. Sie ist zwingend notwendig, um die Böden und Landflächen nachhaltig zu nutzen sowie Lebensmittel nachhaltig zu produzieren. Das Leben im Boden wird jedoch durch die sogenannte intensive Landwirtschaft bedroht, deren Ziel der größtmögliche Ertrag ist, aber auch durch veränderte klimatische Bedingungen.

Wie reagieren biologische Gemeinschaften auf konventionelle Landwirtschaft?

Eine Forschungsgruppe unter Leitung von Klaus Birkhofer vom Fachgebiet Ökologie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg untersucht mit internationalen Partnern, wie die Trockenheit die Bodenorganismen und Ökosystemfunktionen im ökologischen und konventionellen Landbau beeinflusst. Das EU-Projekt („Managing soil biodiversity and ecosystem services in agroecosystems across Europe under climate change“) trägt den Namen „SOILCLIM“.
In einem Langzeitversuch in der Schweiz wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie biologische Gemeinschaften – Mikroben und Insekten – in ihrer Zusammensetzung sowohl auf Trockenheitsstress als auch auf langfristige konventionelle Bewirtschaftung reagieren. Die Studie ergab: Bei konventioneller Bewirtschaftung nimmt die biologische Aktivität im Boden ab und die Bodenlebewesen können wesentlich weniger zu den Ökosystemfunktionen beitragen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht.
Agrarministerin Julia Klöckner - SNA, 1920, 13.10.2021
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Ökologischer Landbau mindert Folgen des Klimawandels

Trockenheit und konventionelle Landbau schwächen beispielsweise die Partnerschaft zwischen Pflanzen und Pilzen. Viele Weizensorten profitieren von dieser Symbiose, weil sie dadurch mehr Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor aus dem Boden aufnehmen können. Im Gegenzug versorgen sie die Pilze mit Kohlenhydraten, die die Pflanzen durch die Photosynthese produzieren.
„Partnerschaften wie diese ermöglichen hohe Erträge und den Schutz und Erhalt der Bodenfeuchte. Beides ist für die Landwirte von hoher Bedeutung“, so Klaus Birkhofer im Bericht. Eine nachhaltigere Landwirtschaft kann aus seiner Sicht bei zunehmender Trockenheit nur dann gelingen, wenn biologische Prozesse angewendet werden, „die die Bodenbildung und Nährstoffkreisläufe und die zugehörige Biodiversität fördern“. Die Studie zeige ebenfalls, „dass der ökologische Landbau eine Strategie zum Erreichen dieses Ziels darstellt“. Dadurch könnten die Folgen des Klimawandels abgemildert werden, so der Wissenschaftler.
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