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Schlimmste Krisenregionen der Welt: Afghanistan vor Äthiopien und Jemen

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankLage in Afghanistan, August 2021
Lage in Afghanistan, August 2021  - SNA, 1920, 15.12.2021
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Afghanistan ist nach Einschätzung des International Rescue Committee (IRC) der schlimmste humanitäre Krisenherd der Welt. Nach der Machtübernahme durch die Taliban* stellten internationale Geberländer laut der Notfall-Watchlist 2022 sofort die meisten nicht-humanitären Mittel ein und froren Milliarden von Dollar an Vermögenswerten ein.
Außerdem sei Afghanistan mit anhaltender Dürre und einer möglichen vierten Welle von Covid-19 konfrontiert. Auf Platz zwei folgt in der am Mittwoch veröffentlichten Liste das von einem Bürgerkrieg zerrissene Äthiopien. Der seit Jahren unter einem Bürgerkrieg leidende Jemen kommt auf Platz drei.
Auf den weiteren Plätzen der zehn schlimmsten humanitären Krisen folgen Nigeria, der Südsudan, der Kongo, Myanmar, Somalia, Syrien und der Sudan. Die meisten Watchlist-Länder – insbesondere die Top Ten – haben in den letzten zehn Jahren fast ununterbrochen Konflikte erlebt, die ihre Fähigkeit behinderten, auf globale Herausforderungen wie Covid-19 und den Klimawandel zu reagieren, teilte die Organisation mit.
In den 20 in der Liste erwähnten Ländern leben zehn Prozent der Weltbevölkerung, aber 89 Prozent der Menschen, die weltweit humanitäre Hilfe benötigen. Besonders betroffen von Krisen sind Frauen und Mädchen. 274 Millionen Menschen weltweit werden 2022 auf humanitäre Hilfe angewiesen sein, während 2021 es 235 Millionen waren. Mehr als 100 Millionen Menschen sind von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen.
US-Präsenz in Syrien  - SNA, 1920, 13.12.2021
NYT: Geheimes US-Kommando nahm bei Mission gegen IS Zivilopfer in Kauf
Verantwortlich für das Ausmaß und die Art der humanitären Not weltweit wird dabei das Versagen des internationalen Systems gemacht - auf staatlicher, diplomatischer, rechtlicher und operativer Ebene. Anstatt Krisen zu verhindern und bewältigen, heize das internationale System diese weiter an, hieß es.
Die angespannte Lage bezeichnete der IRC-Geschäftsführer in Deutschland, Ralph Achenbach, als „Weckruf“ auch für die neue Bundesregierung. „Um die deutsche humanitäre Hilfe und Diplomatie zu stärken, müssen Kanzler (Olaf) Scholz und Außenministerin (Annalena) Baerbock die ersten 100 Tage im Amt für strategische Weichenstellungen nutzen“, zitiert ihn die Deutsche Presse-Agentur. Der Maßstab müsse es sein, der Schutzverantwortung als zweitgrößter Geber humanitärer Hilfe und fünftgrößtes Aufnahmeland von Geflüchteten gerecht zu werden.
Das IRC erstellt seit über einem Jahrzehnt jedes Jahr eine Watchlist.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
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