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Parker-Sonde der Nasa „berührt“ die Sonne

© CC0 / Ipicgr / PixabaySonne (Symbolbild)
Sonne (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
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Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt hat eine Sonde es bis in die obere Atmosphäre der Sonne geschafft. Die Maschine hat diesen Extremaufenthalt nicht nur überlebt, sondern auch Teilchen und Magnetfelder untersucht.
Als einen Meilenstein in der Sonnenforschung beschreibtdie US-Raumfahrtagentur Nasa das Ereignis. Diese Annäherung soll ganz neue Einblicke in Prozesse auf der Sonne und die Evolution unseres Muttersterns ermöglichen.
Dazu gehören tiefere Einblicke in das Phänomen der Sonnenwinde, was auch Auswirkungen auf das Leben auf der Erde hat. Bereits 2019 konnte die Parker-Sonde eine große Menge sogenannter „Switchbacks“ im Sonnenwind entdecken. In diesem Fall dreht sich das Magnetfeld im Sonnenwind für einen Augenblick um, sodass der Wind kehrt macht und zur Sonnenoberfläche zurückströmt.
Während die Entstehung der „Switchback“ bislang nicht eindeutig erklärt ist, konnte durch eine weitere Annäherung an die Sonne ihr Ursprung ausgemacht werden: die Sonnenoberfläche.

Woher weht der Sonnenwind?

Außerdem half der unbemannte Raumflugkörper, die Grenze zwischen Sonnenatmosphäre und dem Beginn von Sonnenwinden näher zu bestimmen. Da die Sonde dabei mehrfach die Sonnenatmosphäre durchflog, wurde auch demonstriert, dass die Atmosphäre der Sonne nicht kugelförmig ist, sondern von Ein- und Ausstülpungen geprägt ist.
Früheren Schätzungen zufolge beginnt die Atmosphäre zwischen 10 und 20 Sonnenradien über der Sonnenoberfläche – was 7 bis 14 Millionen Kilometern entspricht. Da die Sonde sich etwas unterhalb 20 Solarradien bewegte, müsste die Grenze um diesen Bereich verlaufen.
Ein „Lagerfeuer“ auf der Sonne: Bilder des Muttersterns vom Solar Orbiter - SNA, 1920, 04.11.2021
Übrigens: Wann wird die Sonne zu heiß für die Menschen auf der Erde?
Auf ihrer Reise durch die Erdatmosphäre passierte „Parker“ auch sogenannte Streamer, von denen die Sonnenwinde ausgehen sollen. Als die Sonde knapp unter 15 Solarradien fiel, flog es durch einen gigantischen sogenannten Pseudostreamer, was laut Nasa wie „ins Auge eines Sturms zu stürzen war. Dort waren die Bedingungen wie verwandelt, die Teilchen bewegten sich verlangsamt.
Die Sonde soll sich weiter der Sonnenoberfläche annähern und zwar auf bis zu unter neun Solarradien, etwas über sechs Millionen Meilen. Der nächste Vorbeiflug findet im Januar statt und wird „Parker“ wahrscheinlich wieder durch die Atmosphäre befördern.
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