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Brand im 38-stockigen World Trade Centre in Hongkong – über 300 Menschen fliehen auf das Dach

CC0 / BerndRehbein/Pixabay / Rettungsdienst (Symbolbild)
Rettungsdienst (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2021
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Über 300 Menschen haben infolge eines Brandes auf dem Dach des World Trade Centre in Hongkong ausharren müssen. Das teilte die Zeitung „South China Morning Post“ am Mittwoch mit.
Der Vorfall ereignete sich demnach am Mittwoch gegen 12.30 Uhr im 38-stöckigen Wolkenkratzer in der Gloucester Road, Causeway Bay. Der Brand brach mutmaßlich in einem elektrischen Schaltraum aus, der Rauch und das Feuer breiteten sich durch die Struktur und hüllten die Etagen in eine Rauchwolke. Mindestens 13 Menschen erlitten Verletzungen durch eine Rauchvergiftung, darunter eine 60-jährige Frau, die sich mit Atembeschwerden im Halbkoma in einem Krankenhaus befinde. Die Polizei und die Rettungsdienste sind am Unglücksort eingetroffen.
Kurz nach 13.00 Uhr wurde der Brand auf die Stufe drei hochgestuft. Insgesamt werden die Brände in Hongkong mit einer Skala von eins bis fünf bewertet, wobei die letztere die gefährlichste ist.
Neues zum Thema: Mittlerweile ist der Brand fast vollkommen gelöscht worden, 1250 Menschen sind evakuiert worden.

Evakuierung

Der 25-jährige Zac Chan befand sich in der Nähe der Polizeiabsperrung, weil sein Mitbewohner auf dem Dach feststeckte und darauf wartete, evakuiert zu werden.
„Er sagte, es waren etwa 100 Menschen auf dem Dach und warteten ungefähr eine Stunde lang auf die Rettung“, erklärte Chan. „Er ist ganz ruhig, und wir bleiben in Kontakt.”
Der Büroangestellte Ernest Chan war einer von denen, die sich auf das Dach retteten, aber nach einer langen Wartezeit gelang es ihm, über die Treppe nach unten zu gelangen.
„Anfangs gingen wir nach unten, aber ungefähr im 17. Stock hörten wir, dass es dort einen starken Rauch gab, so entschieden wir uns, stattdessen auf das Dach zu fliehen“, so der 28-Jährige. „Aber wir warteten zu lange, und die Lage schien ruhiger zu sein, also gingen wir wieder die Treppe runter (…).“

„Es ist wie ein Labyrinth im Inneren“

Der Renovierungsarbeiter James Ng befand sich im dritten Stock des Gebäudes, der für die Öffentlichkeit abgesperrt war. Ihm zufolge gab es wegen der laufenden Renovierungsarbeiten nur zwei Wege aus dem Gebäude. Auch die Zahl der Aufzüge, die die Restaurantetagen bedienen würden, seien von vier auf zwei halbiert worden, fügte er hinzu.
„Alle Geschäfte im dritten Stock sind mit Brettern vernagelt, einige Rolltreppen fahren nur in eine Richtung, während andere nicht funktionieren“, sagte Ng. „Es ist wie ein Labyrinth im Inneren. Sie würden sich verlaufen, wenn Sie den Ort nicht kennen.“
Ein Gast in einem Restaurant im 13. Stock sagte, er habe gegen 13 Uhr Rauch aus der Aufzugslobby bemerkt: „Es gab keinen Feueralarm. Wir haben uns nur nasse Handtücher genommen und sind auf eigene Faust die Treppe hinuntergegangen.“
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Renovierungsarbeiten

Das Einkaufszentrum samt Tiefgarage wird seit mehreren Monaten massiv saniert. Die unteren Stockwerke sind mit Gerüsten umgeben. Alle Geschäfte waren wegen Renovierung geräumt worden. Lediglich die Restaurants zwischen der 6. und der 13. Etage sowie die Büroflächen zwischen dem 14. und 38. Stockwerk waren noch genutzt worden.
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