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 - SNA, 1920
Afghanistan
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US-Drohnenangriff auf Zivilisten in Kabul: Pentagon sieht von Strafe für Verantwortliche ab

© AP Photo / Khwaja Tawfiq SediqiDrohnenangriff (Afghanistan)
Drohnenangriff (Afghanistan) - SNA, 1920, 14.12.2021
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Das Pentagon wird die an dem US-Drohnenangriff vom 29. August beteiligten Soldaten nicht zur Verantwortung ziehen. Bei dem Angriff auf ein Auto in Kabul wurden zehn Menschen getötet, darunter sieben Kinder.
Das Verteidigungsministerium habe bei einer Sonderermittlung zu dem Angriff keine Gesetzesverstöße festgestellt, berichtet die New York Times (NYT) am Montag.
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums John F. Kirby äußerte sich zu dem Beschluss gegenüber der NYT. Demnach geht die Entscheidung, die verantwortlichen Soldaten nicht zu belangen, auf zwei hochrangige Militärs zurück – nämlich auf General Kenneth Mckenzie, dem Leiter des Zentralkommandos der US-Streitkräfte, und General Richard Clark, dem Leiter des US-Spezialeinsatzkommandos (SOCOM). Die Generäle hätten kein Fehlverhalten in den Handlungen des Militärs in Afghanistan gesehen. Der US-Verteidigungsminister, Lloyd Austin, bekräftigte die Entscheidung, keine disziplinarischen Maßnahmen einzuleiten.
John F. Kirby erklärte gegenüber der NYT: „Was wir gesehen haben war ein Zusammenbruch im Prozess, in der Ausführung und bei Prozeduren und nicht das Ergebnis von Fahrlässigkeit, nicht das Ergebnis von Fehlverhalten, nicht das Ergebnis von schlechter Führung.“
US-Drohnenangriff auf ein „verdächtiges Fahrzeug“ in der afghanischen Hauptstadt Kabul  - SNA, 1920, 19.09.2021
Sekunden vor Drohnenangriff in Kabul: CIA gab Hinweis auf Kinder im Auto
„Ich sehe somit keine persönliche Rechenschaftspflicht in Bezug auf den Luftangriff vom 29. August“, betonte der Pressesprecher.
General Kenneth McKenzie hatte im September zugegeben, dass der letzte Drohnenangriff vor Abzug der US-Truppen aus Afghanistan „ein tragischer Fehler, der Zivilisten das Leben kostete“, gewesen sei. Zuvor hatten die USA die Notwendigkeit des Angriffes durch eine angebliche Vereitlung eines Selbstmordattentates des Islamischen Staates (IS)* gerechtfertigt.
Verwandte von Ahmed Saleh, der durch israelische Truppen im Gazastreifen getötet wurde. - SNA
Tote und verletzte Zivilisten in Afghanistan

Allein zwischen 2009 und 2020 sind bei Kampfhandlungen in Afghanistan 17.483 Zivilisten gestorben, teilt die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) in ihrem Bericht mit, der im Juli veröffentlicht wurde. 32.375 Zivilisten wurden demnach verletzt. Das alles sind erfasste Fälle. Im laufenden Jahr (vom 1. Januar bis 30. Juni) hat es im Land 1659 zivile Todesopfer sowie 3524 verletzte Zivilisten gegeben, hieß es.

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Die Luftangriffe der Vereinigten Staaten in ihrem „Krieg gegen den Terror“ fordern immer mehr zivile Opfer. Im Krieg gegen Feinde wie Al-Qaida** und dem IS, hat das US-Militär hunderte, wenn nicht sogar mehr Zivilisten getötet. So bekannten sich die USA zum Beispiel zu 1410 Zivilisten, die zwischen 2014 und 2020 im Irak und in Syrien durch US-Truppen getötet worden waren. Die gemeinnützige Organisation Airways, die die Zahl von Zivilopfern bei militärischen Einsätzen dokumentiert, gibt rund 8300 Menschenopfer an.
* und ** sind Terrororganisationen mit Betätigungsverbot in Russland und Deutschland
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