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Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen im Corona-Jahr 2020 rückläufig

© AFP 2021 / INA FASSBENDERSchulkinder in Dorsten
Schulkinder in Dorsten  - SNA, 1920, 14.12.2021
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Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen Alkohol-, Tabak- und Opioid-Missbrauchs ärztlich behandelt wurden, soll 2020 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang aufgewiesen haben. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf einen ihr vorliegenden aktuellen Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK-Gesundheit.
Die Zahl der Schulkinder, die 2020 wegen Alkoholmissbrauchs ärztlich behandelt wurden, ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent zurückgegangen. Bei Tabak und Cannabinoiden sei ein Rückgang von 13,1 beziehungsweise 15,7 Prozent zu verzeichnen.
Aufgrund unterschiedlicher Formen des Substanzmissbrauches seien 18 Prozent weniger Kinder ärztlich behandelt worden. Unter den DAK-versicherten Kindern und Jugendlichen im Alter ab zehn Jahren habe der Anteil dieser Patienten 0,66 Prozent betragen.
Dafür sei die Zahl der Jugendlichen, die 2020 neu mit depressiver Symptomatik erkrankt seien, um acht Prozent gestiegen. Mädchen im späten Jugendalter seien dreimal so häufig aufgrund von Depressionen in ärztlicher Behandlung wie gleichaltrige Jungen. In den Altersgruppen der Fünf- bis Neunjährigen sowie der Zehn- bis 14-Jährigen wurde laut der Studie ein Rückgang an depressiven Neuerkrankungen um 11,5 beziehungsweise 2,7 Prozent festgestellt.
Auch Neuerkrankungen an Fettleibigkeit unter Grundschulkindern hätten im Jahr 2020 zugenommen, und zwar um 16 Prozent. Jungen und Mädchen seien hier annähernd gleich häufig in ärztlicher Behandlung gewesen.
Schülerin in Schutzmaske.  - SNA, 1920, 13.12.2021
Mangelnde Lese- und Schreibkompetenz bei Kindern in Deutschland
Aufgrund pathologischen Spielens seien 2020 0,21 Prozent der DAK-versicherten Kinder und Jugendlichen ab zehn Jahren in ärztlicher Behandlung gewesen. Bei den Fünf- bis Neunjährigen sei dieser Anteil gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent gestiegen.

Rückgang von Suchtmittelkonsum: Bloß weniger Kinder behandelt?

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, führte den verzeichneten Rückgang des Suchtmittelkonsums unter anderem auf familiäre Bedingungen während der Pandemie zurück. Dieser könne „auch damit zusammenhängen, dass Eltern stark mit sich selbst beschäftigt waren, damit weniger Probleme bei den Kindern auffielen und deshalb auch weniger behandelt wurden“, zitiert ihn die DPA.
Laut der DPA will die DAK-Gesundheit den Bericht an diesem Dienstag vorstellen.
Alkoholmissbrauch (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.04.2021
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Die Krankenkasse analysierte gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Bielefeld nach eigenen Angaben Abrechnungsdaten von knapp 800.000 DAK-versicherten Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren aus den Jahren 2018 bis 2020. Damit sollen Daten von 5,7 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik erfasst worden sein. Je nach Bundesland könnten über zehn Prozent aller dort lebenden Kinder abgebildet werden.
Der Bericht habe eine hohe Repräsentativität hinsichtlich Alter und Geschlecht. Auch Ausbildung und Einkommen der Eltern seien bundesweit gut repräsentiert.
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