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„Leider gab es das auch“: Putin erzählt über seinen Nebenjob in schweren Zeiten

© AFP 2021 / Vladimir RodionovWladimir Putin (2005)
Wladimir Putin (2005) - SNA, 1920, 13.12.2021
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Angesichts der schweren Lage in den 1990er Jahren in Russland musste sich der heutige russische Präsident, Wladimir Putin, nach seiner Rückkehr aus der DDR als Taxifahrer Geld verdienen. In einer am Sonntag im russischen Fernsehen ausgestrahlten Dokumentation sprach er auch über Probleme, mit denen das Land in den Neunzigern konfrontiert war.
Die Doku befasst sich mit den Folgen des Zerfalls der Sowjetunion vor 30 Jahren. Russland steckte damals in einer schweren wirtschaftlichen Lage, selbst hochqualifizierte Spezialisten hatten große Schwierigkeiten, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Putin erklärte in diesem Zusammenhang, sein Nebenjob damals in Sankt Petersburg sei für ihn alles andere als angenehm, aber die damaligen Zustände hätten ihn dazu gezwungen:
„Hin und wieder musste man Geld auch im Taxigewerbe verdienen. Es ist unangenehm, darüber zu reden, aber leider gab es das auch.“
Der Präsident erklärte weiter, dass er, als der Chef der Allgemeinen Verwaltung des Präsidentenamts ihm Ende der 1990er Jahre eine Stelle in Moskau angeboten habe, das Angebot angenommen habe, weil es keinen anderen Job für ihn gegeben habe.

Putin über problematische 90er Jahre

Eine der Hauptherausforderungen für Russland nach den 1990er Jahren sei, so Putin, die Wiederherstellung der Wirtschaft und des militärisch-industriellen Komplexes gewesen. Vieles davon habe zu jener Zeit umgesetzt werden können.
„Eine der Hauptaufgaben bestand darin, die Wirtschaft wiederherzustellen, und auf Grundlage der wiederhergestellten Wirtschaft und des sozialen Bereichs – da auch die Menschen die Möglichkeit bekommen mussten, einen Hauch frischer Luft zu spüren –, den militärisch-industriellen Komplex wieder aufzubauen, sowie die wissenschaftlichen Schulen und Streitkräfte“, erklärte der Staatschef.
Auch der internationale Terrorismus war Putin zufolge neben innenpolitischen und sozialen Problemen damals eine ernsthafte Bedrohung.
„Tatsächlich entstand der Separatismus nicht aus dem Nichts. Das alles hing weitgehend mit dem schwierigen Erbe der Sowjetzeit zusammen, mit der Umsiedlung von Völkern <…>“. Dies hätten aber destruktiv gesinnte Strukturen aus dem Ausland genutzt.
Der Nordkaukasus war demnach von verschiedenen Terrorgruppierungen und Terroristen aus dem Nahen Osten überschwemmt worden, so der Staatschef.
Russlands Präsident Wladimir Putin bei der Sitzung mit den Regierungsmitgliedern - SNA, 1920, 12.12.2021
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„Größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts“

Putin hatte das Ende des kommunistischen Machtblocks einst als größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet.
In der Sowjetzeit hatte Putin Karriere beim gefürchteten Geheimdienst KGB gemacht, für den er in der DDR auch in Dresden als Offizier arbeitete. 1990 war er mit seiner jungen Familie in seine Heimatstadt Leningrad, das heutige Sankt Petersburg, zurückgekehrt.
Die Verdienstmöglichkeiten galten damals als schwierig – auch viele Angehörige der staatlichen Sicherheitsstrukturen mussten zusehen, wie sie über die Runden kommen, so die Doku.
Russische Medien berichteten von einem überraschenden Bekenntnis des „Taxifahrers“ Putin: 2018 habe der Präsident in einem Interview lediglich erzählt, er habe mal mit dem Gedanken gespielt, als Taxifahrer zu arbeiten.
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