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Klima-Sünder: Milch- und Fleischindustrie sorgen für immer mehr Emissionen – Studie

CC0 / nikolabelopitov / Emissionen
Emissionen - SNA, 1920, 13.12.2021
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Ein Forschungsinstitut hat die Emissionen der Milch- und Fleischindustrie untersucht und ist zu einem drastischen Ergebnis gekommen: Während der Klimawandel voranschreitet, erhöhen die globalen Fleisch- und Milchkonzerne in Europa ihre Emissionen, indem sie die Produktion und den Export steigern.
Das Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) hat die Klimabilanz der 35 größten Fleisch- und Milchkonzerne mit Sitz in der EU, der Schweiz und Großbritannien überprüft und die Ergebnisse am Montag publiziert. Dabei wurde die Emissionsrate der 20 größten europäischen Fleisch- und Milchunternehmen mit der Rate einiger EU-Länder verglichen: Die 20 Unternehmen verursachten 131 Prozent der niederländischen, 73 Prozent der spanischen und 29 Prozent der deutschen Gesamtemissionen aus dem Jahr 2020. Die Gesamtemissionen der Konzerne entsprechen zu 48 Prozent den durch den Kohleverbrauch der EU im Jahr 2018 verursachten Emissionen.
„Es darf nicht sein, dass die Industrie profitiert, während sie die Kosten des gewinnbringenden Systems der Massenproduktion von Lebensmitteln aus tierischen Quellen auf die Öffentlichkeit übertragt“, hieß es in dem Bericht.
Die verschiedenen Großunternehmen gaben an, freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung ihres klimatischen Fußabdrucks vorzunehmen. Das Forschungsinstitut kam jedoch zu einem anderem Schluss: Die Unternehmen erhöhen die Anzahl der Tiere in ihren Lieferketten und somit auch die Emissionsraten.
Der deutsche Schlachtbetrieb Tönnies erhöhte so zum Beispiel seine Co2-Emissionen zwischen 2016 und 2018 um 30 Prozent. Ähnlich der irische Schlachtereikonzern ABP oder die französischen, auf Milcherzeugnisse spezialisierten Konzerne Danone und Lactalis.
„Ausgleichszahlungen und Effizienzverbesserungen werden hauptsächlich auf die Landwirte zurückfallen, obwohl diese Unternehmen die Bedingungen für die Produktion festlegen“, berichtete das IATP.
CO2-Zeichen (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.11.2021
„Nein zu Fleisch, Bier und Kaffee“ zugunsten der Rettung des Erdklimas – Schweizer Analysten
Das Forschungsinstitut bemängelt, dass nur wenige der untersuchten Konzerne Pläne vorgelegt hätten, um ihre Klimabilanz zu verbessern. Anstatt jedoch der Reduzierung der Anzahl der Tiere in ihren Lieferketten Vorrang einzuräumen, beabsichtigen die Konzerne, die tierbezogenen Emissionen auszugleichen, indem sie entweder Gas aus dem erzeugten Methan in ihre Berechnungen einbeziehen oder Co2-Gutschriften für ihre Emissionsreduktionsziele anwenden.
„Die Dynamik ist eindeutig: Große Fleisch- und Milchkonzerne in der EU, der Schweiz und im Vereinigten Königreich bewegen sich in die falsche Richtung“, so das IATP.
Kohlekraftwerk im Ruhrgebiet  - SNA
Klima in Deutschland: Erwärmung

Die mittlere Temperatur in Deutschland ist seit 1881, dem Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen, gestiegen. Das vergangene Jahrzehnt war rund 1,9 Grad Celsius wärmer als die ersten Jahrzehnte der Beobachtungen, folgt aus dem 2020 veröffentlichten Bericht des Deutschen Wetterdienstes „Was wir heute über das Extremwetter in Deutschland wissen“. Damit stiegen die Temperaturen hierzulande deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Neun der zehn wärmsten Jahre traten in den letzten 20 Jahren auf. Drei Jahre waren sogar mehr als 2,5 Grad wärmer als die Werte zwischen 1881 und 1910.

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Die meisten Regierungen und Länder bekennen sich zu einer klimafreundlicheren Politik. Klimaschutz findet auch auf internationalem Level Bedeutung, zum Beispiel im Rahmen der EU oder der Uno. Die letzte UN-Klimakonferenz fand im Oktober und November 2021 in Glasgow statt. Die Europäische Kommission fördert nach eigenen Angaben eine klimafreundliche Politik durch bilaterale Beziehungen mit nicht-EU-Ländern, die Unterstützung der Entwicklungsländer in ihren Bemühungen zur Bewältigung des Klimawandels sowie die Einhaltung der UN-Klimarahmenkonvention durch Richtlinien und Initiativen auf EU-Ebene.
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