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„Hat mit Demokratie nichts zu tun“: Kardinal Müller spricht von Corona-„Gleichschaltung“

© AFP 2021 / Alberto PizzoliKardinal Gerhard Ludwig Müller
Kardinal Gerhard Ludwig Müller - SNA, 1920, 13.12.2021
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Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller (73) hat in einem Interview mit dem katholisch-konservativen „St. Bonifatius Institut“ aus Österreich über eine angeblich geplante Gleichschaltung der Menschen nach Corona und die Errichtung eines Überwachungsstaates vonseiten der finanzkräftigen Elite gesprochen.
Der frühere Regensburger Bischof erklärte, dass hinter Maßnahmen gegen die Pandemie einflussreiche Menschen wie Bill Gates und Klaus Schwab steckten.
Ihm zufolge haben wir jetzt ein „Chaos, Durcheinander der Maßnahmen“, die einerseits aus dem Mangel an Kenntnis über die Wirksamkeit des Virus, andererseits dem Willen, die Gelegenheit zu nutzen, „die Menschen gleichzuschalten“ und „einer totalen Kontrolle zu unterziehen“ entstanden seien.
Müller verwies dabei auf die Worte des Weltwirtschaftsforum-Gründers Klaus Schwab, der „Corona ist eine Chance“ gesagt haben soll, und zog Parallelen zur heutigen Corona-Situation in der Gesellschaft:
„Viele Menschen sterben, sind krank, sind schwer eingeschränkt in ihrem Leben, die Wirtschaft wird schwer beschädigt, die Kinder können nicht in die Schule gehen, was traumatische Langzeitschäden für ihre Seele und für ihren Geist zur Folge haben wird“.
Leute, die „auf dem Thron ihres Reichtums sitzen“ und „von all diesen alltäglichen Schwierigkeiten nicht berührt werden“, sehen laut Müller eine Chance, jetzt ihre Agenda durchzusetzen. Diese Agenda, so der Kardinal weiter, beruhe auf einer Hochstapelei – nämlich der Meinung „Wir könnten jetzt mithilfe der modernen Technik oder des Kommunikationswesens eine neue Schöpfung hervorbringen, einen neuen Menschen erschaffen“. Aber „eben nach ihrem Bild und Gleichnis“, erklärte der Kardinal.
Müller sagte, er wolle „eigentlich nicht geschaffen und erlöst werden“ von Leuten wie dem früheren Microsoft-Chef Bill Gates oder Klaus Schwab, dem Chef des Weltwirtschaftsforums in Davos. Die beiden kommen ebenso wie George Soros häufig in Verschwörungsideologien vor.
Solche Formulierungen werden in letzter Zeit öfter im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verwendet.
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Reaktionen auf Müllers „Verschwörungstheorien“

Das katholisch-konservative „St. Bonifatius Institut“ aus Österreich hatte vorige Woche von dem Gespräch mit dem früheren Chef der Glaubenskongregation ein 2:20 Minuten langes Video auf Twitter veröffentlicht.
Müller bestätigte der Deutschen Presse-Agentur (DPA) per E-Mail die Echtheit des Interviews. Der Vatikan reagierte auf DPA-Anfrage zunächst nicht. Auch vonseiten der Deutschen Bischofskonferenz erfolgte kein Kommentar zu den Aussagen – sie verwies lediglich auf ihren Aufruf, sich impfen zu lassen.
Der Politikwissenschaftler und Experte für Verschwörungstheorien Jan Rathje äußerte sich gegenüber der DPA zu Müllers Behauptungen dahingehend, dass sich die Aussagen „größtenteils verschwörungsideologisch“ werten ließen.
Der Kardinal und Richter am höchsten Gericht des Vatikans erwähnte auch explizit den amerikanisch-jüdischen Investor George Soros und erklärte, dass dies „als antisemitische Chiffre gewertet werden“ könne.
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