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Erwartete Zinssenkung schickt türkische Lira auf neues Rekordtief

© REUTERS / KHALIL ASHAWIMann zählt Lira-Banknoten
Mann zählt Lira-Banknoten - SNA, 1920, 13.12.2021
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Die türkische Lira setzt ihre Talfahrt fort: Vor der am Freitag erwarteten erneuten Zinssenkung fiel ihr Kurs am Montag mit 14,99 zum US-Dollar auf ein neues Rekordtief, meldet die Nachrichtenagentur Reuters aus Istanbul. Am Freitag seien es noch 14,10 gewesen.
Seit Beginn des Jahres verlor die Lira damit bereits rund 47 Prozent ihres Wertes. Die Zentralbank in Ankara hatte in den vergangenen Wochen mit Interventionen am Devisenmarkt und Dollarverkäufen vergeblich versucht, die Nationalwährung zu stabilisieren.
Ihre Talfahrt beschleunigte sich zuletzt angesichts der zu erwartenden erneuten Senkung des Leitzinses, der trotz hoher Inflation von zurzeit mehr als 21 Prozent bereits mehrmals gesenkt wurde. Für diesen Freitag erwarten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen, dass die Notenbank den Zinssatz von aktuell 15 auf dann 14 Prozent senken wird.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Archivfoto) - SNA, 1920, 26.11.2021
Erdogan macht Auslandsagenten für Lira-Absturz verantwortlich
Laut Reuters verlor die türkische Zentralbank rapide an Ansehen bei Investoren, nachdem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan drei Notenbankchefs binnen zweieinhalb Jahren verschlissen und damit die Unabhängigkeit der Währungshüter massiv infrage gestellt hatte.
„Zinsen sind ein Übel, das die Reichen reicher und die Armen ärmer macht“, hatte der Präsident zuletzt gesagt. Ökonomen sind dagegen der Auffassung, dass die Zinsen angesichts der hohen Inflation steigen müssten. Dann würde die Währung auch wieder attraktiver für Anleger.
Vor wenigen Tagen entließ Erdogan Finanzminister Lütfi Elvan nach nur rund einem Jahr Amtszeit. Neuer Finanzminister wurde Elvans bisheriger Stellvertreter Nureddin Nebati, der den umstrittenen geldpolitischen Kurs von Erdogan verteidigt. Vor diesem Hintergrund haben die Ratingagenturen Fitch und S&P den Bonitäts-Ausblick für die Türkei auf von zuvor „stabil“ auf „negativ“ gesenkt.
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