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Biden schüchterte Putin nicht ein: Kreml-Sprecher über Details des Video-Gipfels

© SNA / POOL / Zur BilddatenbankOnline-Gipfel von Wladimir Putin und Joe Biden
Online-Gipfel von Wladimir Putin und Joe Biden - SNA, 1920, 12.12.2021
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Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat einige Details des Online-Treffens des russischen Staatschefs, Waldimir Putin, mit seinem US-Amtskollegen Joe Biden offenbart, das am 7. Dezember stattgefunden hatte.
Putin habe erneut hervorgehoben, dass russische Truppen, die in letzter Zeit Besorgnisse westlicher Länder hervorriefen, niemanden bedrohen würden, sagte Peskow.
„Unser Präsident sagte klar und deutlich gegenüber dem US-Präsidenten: ‚Sie sprechen über unsere Truppen, die auf Russlands Territorium stationiert sind und niemanden bedrohen. Aber Sie sprechen [darüber], während Sie 1.000 Kilometer von unserem Territorium entfernt sind‘“, äußerte Peskow gegenüber dem TV-Sender Rossiya 1.
„Wir sprechen über unser eigenes Territorium, das Territorium der Russischen Föderation. Und wir sprechen über Europa, das unser gemeinsames Haus ist. Die US-Amerikaner aber befinden sich ja auf der anderen Seite des Ozeans, das hat unser Präsident gemeint“, erläuterte der Kreml-Sprecher.
Die Eskalierung der Spannungen in Bezug auf die russischen Truppen trage dazu bei, Russland als potenziellen Aggressor darzustellen, so Peskow weiter: „Und natürlich zielt diese Förderung der informellen Spannung und so weiter nur darauf ab, Russland weiterhin zu dämonisieren und als potenziellen Aggressor darzustellen“, äußerte er.
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In Bezug auf die Stimmung des russischen Staatschefs nach den Online-Treffen mit seinem US-Amtskollegen sagte Peskow: „Es gab natürlich keinen besonderen Anlass zur Freude.“
„Die Situation ist sehr ernst und erfordert die ständige Aufmerksamkeit des Staatsoberhauptes, die der Präsident auch an den Tag legt.“
Peskow wurde unter anderem gefragt, ob die Regierung Biden bei der Umsetzung von Vereinbarungen konsequenter sei als frühere US-Administrationen. „Nein, das kann man noch nicht sagen“, antworte er.

Biden schüchterte Putin nicht ein

Peskow wies Medienberichte zurück, laut denen der US-Präsident bei dem Online-Treffen am 7. Dezember versucht haben soll, seinen russischen Amtskollegen einzuschüchtern.
„Unsere US-amerikanischen Kollegen begannen unmittelbar nach dem Ende des Gesprächs einstimmig, Horrorgeschichten zu erzählen, dass Biden Putin angeblich Angst gemacht habe, und so weiter. Das ist nicht wahr.“
„Das Gespräch verlief mit gegenseitigem Respekt. Anders kann man mit Putin nicht reden“, betonte Peskow.
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Das Gespräch der beiden Staatschefs sei „positiv“ gewesen, „was den Ton der Kommunikation angeht - schließlich respektieren die Präsidenten einander und die gegenseitige diplomatische und politische Erfahrung.“ „Dennoch wurden sehr, sehr kompliziert Themen besprochenen, vor allem Themen, bei denen es Meinungsverschiedenheiten gibt“, so der Kreml-Sprecher.

Biden brauchte Informationsmaterialien zum Nachschlagen, Putin beherrscht die Themen gut

In Bezug auf den Verlauf des Online-Treffens erwähnte Peskow, dass der US-Staatschef während des Gesprächs in bestimmten Informationsunterlagen habe nachschlagen müssen. „Sie haben gesehen, dass Herr Biden bestimmte Informationsmaterialien brauchte, im Laufe des Gesprächs wurden ihm diese Materialien übergeben.“
Während der Telekonferenz befanden sich Berater des US-Präsidenten in unmittelbarer Nähe zu ihm.
Der russische Präsident brauche hingegen derartige Hilfe nicht, weil er die besprochenen Themen sehr gut beherrsche, fügte Peskow hinzu. Präsident Putin stehe im ständigen Kontakt mit all seinen Beratern sowie mit den Ministern, deren Konsultationen er zu bestimmten Fragen brauche.
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Bei dem digitalen Treffen mit dem US-Präsidenten Joe Biden am vergangenen Dienstag hatte der russische Staatschef seinen US-amerikanischen Amtskollegen darüber informiert, dass Kiew die Minsker Abkommen nicht einhalte und die Umsetzung der Vereinbarungen sabotiere. Zudem wies Putin darauf hin, dass es die Nato sei, die gefährliche Versuche unternehme, ukrainisches Territorium militärisch zu untersuchen, und ihre militärischen Kapazitäten in der Nähe der russischen Grenzen ausbaue.
Washington hatte zuvor versprochen, dass es im Einklang mit seinen Verpflichtungen gegenüber dem Nordatlantischen Bündnis seine Militärpräsenz an der Nato-Ostflanke ausbauen würde, falls Russland seine Eskalationspläne in Bezug auf die Ukraine umsetzen sollte.
Die Ukraine und die westlichen Staaten hatten sich in letzter Zeit über angeblich verstärkte „aggressive Aktivitäten“ Russlands in der Nähe der ukrainischen Grenzen besorgt gezeigt. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, Russland verlege seine Truppen innerhalb seines Hoheitsgebiets und nach eigenem Ermessen. Dies bedrohe niemanden und sollte keine Sorgen bereiten.
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