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Neukaledonien stimmt zum dritten Mal über Abspaltung von Frankreich ab

© AP Photo / Clotilde RichaletUnabhängigkeitsreferenden in Neukaledonien
Unabhängigkeitsreferenden in Neukaledonien  - SNA, 1920, 12.12.2021
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Nachdem bereits zwei Unabhängigkeitsreferenden gescheitert sind, stimmt Neukaledonien am Sonntag erneut über eine Abspaltung von Frankreich ab. Das dritte und vorerst letzte Referendum im französischen Überseegebiet begann in den frühen Morgenstunden mit Kritik.
Etwa 185.000 Wahlberechtigte können bis zum Abend ihre Stimme abgeben, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Beim Votum registrierte das Hochkommissariat in Neukaledonien vorerst keine Zwischenfälle.
Bei den beiden Abstimmungen 2018 und 2020 hatte sich jeweils eine Mehrheit auf dem Südpazifik-Archipel gegen eine Abspaltung ausgesprochen. Aber von 2018 auf 2020 schrumpfte der Anteil der Nein-Stimmen und die Zahl der registrierten Wähler wuchs ebenso wie die Wahlbeteiligung, wie die DPA berichtet. Das Ergebnis der bisherigen Abstimmungen bedeutete vor allem für die Bevölkerungsgruppe der Kanaken – Neukaledoniens melanesische Ureinwohner – eine Enttäuschung. Von ihnen hoffen viele seit langem auf einen eigenen Staat.
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Zu Beginn des heutigen Votums gab es Kritik von Separatisten. Frankreich hatte den Zeitpunkt des Referendums im Sommer nach Beratungen mit Vertretern des Archipels verkündet. Unabhängigkeitsbefürworter kritisierten, dass die zeitliche Nähe zu den Präsidentschaftswahlen in Frankreich im kommenden April Einschränkungen der Wahlgleichheit und der Meinungsfreiheit zur Folge haben könnte. Doch der Staatsrat wies den Wunsch der Separatisten nach einer Verschiebung ab.
Die Melanesische Speerspitzengruppe (Melanesian Spearhead Group, MSG), die Staaten mit melanesischer Bevölkerung vereint, rief ihre Mitglieder dazu auf, das Ergebnis der Abstimmung nicht anzuerkennen. MSG-Chef George Hoa'au sagte, dass die Situation im Archipel derzeit nicht angemessen für eine freie und faire Wahl sei.
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