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Seit Beginn der Migrationskrise: Irak evakuiert mehr als 3500 Migranten aus Belarus

© SNA / Viktor Tolochko / Zur BilddatenbankMigranten aus Nahost in Logistikzentrum in Belarus
Migranten aus Nahost in Logistikzentrum in Belarus - SNA, 1920, 12.12.2021
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Irakische Behörden haben nach eigenen Angaben seit Beginn der Migrationskrise an der belarusischen Grenze zu Polen mehr als 3500 irakische Staatsbürger aus Minsk evakuiert.
„Wir haben neun Evakuierungsflüge aus Minsk mit 3556 Passagieren (an Bord) in Koordinierung mit Iraqi Airways durchgeführt“, heißt es in einer Mitteilung des Sprechers des irakischen Außenministeriums, Ahmed Al-Sahaf, die am Sonntag veröffentlicht wurde.
Nach Angaben von al-Sahaf stellten irakische Diplomaten 383 Pässe für Staatsbürger des Landes aus, die sich in Belarus, Litauen, Lettland und Polen aufhalten und ihre Personaldokumente zuvor verloren hatten.

Polnischer Grenzschutz stoppt weitere Migranten an Grenze – Soldat verletzt

Inzwischen meldeten die polnischen Grenzschützer einen weiteren Versuch von Migranten, die belarusisch-polnische Grenze zu verletzen. „Heute überschritt eine Gruppe von 55 aggressiven Personen auf dem vom Grenzschutzposten in Czeremcha geschützten Abschnitt die Grenze“, twitterte die Grenzschutzbehörde am Sonntag. Ein polnischer Soldat sei von einem Stein im Gesicht getroffen und vor Ort medizinisch versorgt worden, hieß es. Später teilte eine Sprecherin der Behörde mit, dass alle Migranten anschließend festgenommen und an die Grenze gebracht worden seien.
Am Samstag hatten laut der polnischen Grenzschutzbehörde 52 Menschen versucht, die belarusisch-polnische Grenze zu überqueren.
Lettland, Litauen und Polen haben in letzter Zeit eine Zunahme der Festnahmen illegaler Migranten an der Grenze zu Belarus gemeldet und Minsk vorgeworfen, eine Migrationskrise zu verursachen. Belarus weist die Vorwürfe zurück.
Der belarusische Präsident, Alexander Lukaschenko, hatte Ende Mai angekündigt, dass sein Land Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen. Wegen westlicher Sanktionen habe das Land „weder Geld noch Kräfte“, um Migranten aufzuhalten, hieß es.
Polnische Soldaten patrouillieren an der polnisch-weißrussischen Grenze bei Kuznica am 15. November 2021 - SNA, 1920, 08.12.2021
An der Grenze zu Belarus gefunden: Polnische Behörden melden Leiche von illegalem Migranten
Die belarusische Grenzschutzbehörde warf Litauen, Polen und Lettland wiederholt vor, Migranten gewaltsam in das belarusische Staatsgebiet abgeschoben zu haben.
Im November berichteten belarusische Grenzschützer über eine große Gruppe von Migranten, zumeist Kurden, die in Richtung der Grenze zu Polen unterwegs war. Mehr als 2000 Flüchtlinge, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, errichteten ein improvisiertes Lager vor dem polnischen Grenzzaun. Die polnischen Sicherheitskräfte verhinderten den Versuch der Migranten, die Absperrungen zu durchbrechen.
Alexander Lukaschenko spricht während seines Besuchs nach Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 06.12.2021
Wegen „illegalen Sanktionsdrucks“: Belarus bringt Gegenmaßnahmen gegen Westen auf den Weg
Die belarusischen Behörden beschlossen, die Migranten in einem Logistikzentrum unweit der Grenze unterzubringen.
Laut dem belarusischen Staatschef könnten sich weitere 2000 bis 3000 Flüchtlinge aus dem Nahen Osten im Land aufhalten.
Während ein Teil der Migranten sowohl mit Evakuierungsflügen als auch selbständig aus Belarus heimkehrt, warten andere Flüchtlinge hingegen weiterhin auf einen humanitären Korridor in die EU.
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