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Nach Gerichtsurteil im Fall Assange: SNA-Chefredakteurin Simonjan spricht von „Hinrichtung“

© SNA / Ramil SitdikowMargarita Simonjan, die Chefredakteurin des russischen Senders RT und der Agentur SNA
Margarita Simonjan, die Chefredakteurin des russischen Senders RT und der Agentur SNA - SNA, 1920, 10.12.2021
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Margarita Simonjan, die Chefredakteurin des russischen Senders RT und der Agentur SNA, hat sich am Freitag zu dem Urteil des Berufungsgerichts in London im Fall des WikiLeaks-Gründers Julian Assange geäußert, wonach die Ablehnung des US-Auslieferungsantrags gekippt wurde.
„Der Missbrauch gegenüber dem Menschen, der in so vielen Jahren mehr für die Meinungsfreiheit getan hat als jeder andere, und sicherlich gegenüber dem besten Journalisten der letzten Jahrzehnte, geht weiter. Ich hatte keinen Zweifel, dass es so sein würde. Es tut mir als einer Person, die Assange kannte, sehr weh, wir haben zusammengearbeitet. Es gibt keine Worte, das ist nur ein Racheakt und eigentlich eine Hinrichtung“, sagte Simonjan.
Ein Berufungsgericht in der britischen Hauptstadt hat Berichten zufolge am Freitag die Ablehnung des US-Auslieferungsantrags im Fall Assange aufgehoben.
Der nun gekippte Beschluss stammt vom Januar. Damals hatte Bezirksrichterin Vanessa Baraitser entschieden, dass Assange nicht an die USA ausgeliefert werden sollte, weil ein reales Risiko bestehe, er würde dort Selbstmord begehen.

„Das Gericht bestätigte die Berufung und entschied, dass der Fall an das Westminster Magistrates' Court verwiesen werden solle, mit dem Hinweis, dass der Bezirksrichter den Fall an den Staatsminister verweisen soll, der über die Auslieferung von Assange an die USA entscheiden wird“, hieß es im Gerichtsurteil.

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange sitzt seit 2019 im britischen Gefängnis Belmarsh. In den USA drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Die USA werfen ihm vor, mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit US-Informanten in Gefahr gebracht. Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht gebracht hatte.
Unterstützer von Julian Assange protestieren vor Gericht in London - SNA, 1920, 10.12.2021
Gericht in London erlaubt Auslieferung von Julian Assange in die USA
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