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Statistisches Bundesamt: Covid-19 trägt zur Übersterblichkeit bei

© Foto : Pressestelle Statistisches Bundesamt (Destatis)Hauptgebäude des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden
Hauptgebäude des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden - SNA, 1920, 09.12.2021
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Laut Statistischem Bundesamt habe die Corona-Pandemie in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt. Die Behörde hat die Zahlen am Donnerstag in Wiesbaden vorgestellt.
„Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre“, erklärte der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Christoph Unger, am Donnerstag in Wiesbaden.
Insgesamt seien im Jahr 2020 bundesweit mehr als 985.600 Menschen gestorben. Das seien fünf Prozent oder 46.000 Verstorbene mehr gewesen als im Jahr 2019. Allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung ging das Bundesamt von einem Anstieg der Sterbefallzahlen um etwa zwei Prozent oder etwa 20.000 Fällen aus. In den ersten zwölf Monaten der Pandemie von März 2020 bis Februar 2021 seien sogar 7,5 Prozent oder fast 71.000 Menschen mehr als in den zwölf Monaten davor verstorben, so Deutschlands führende Statistiker.
Eine deutliche Übersterblichkeit sei aktuell seit Anfang September 2021 zu beobachten, heißt es in Wiesbaden. Dieser Anstieg habe mehrere Gründe und lasse sich nur zum Teil mit den beim Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Covid-19-Todesfällen erklären - im Oktober 2021 etwa zu einem Drittel, mutmaßen die Destatis-Experten.

Destatis: 70 Prozent der "Covid-Toten" 80 oder älter und mehrheitlich mit Vorerkrankungen

Laut Bundesamt starben knapp 40.000 Menschen an Covid-19 als Grundleiden, während bei gut 8000 Menschen Covid-19 als Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung verzeichnet wurde. 70 Prozent der Covid-19-Toten seien 80 Jahre alt oder älter gewesen. Die meisten von ihnen hätten vielfältige Vorerkrankungen gehabt. Insgesamt seien in Deutschland im Jahr 2020 176.000 Menschen an oder mit Corona im Krankenhaus behandelt worden. Etwa 37.000 seien intensivmedizinisch behandelt worden - rund 21.000 seien künstlich beatmet worden. Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete, laut Destatis, tödlich.

Studie der Uni Essen vom Oktober 2021 kam zu einem anderen Ergebnis als Destatis jetzt

Zu einem anderen Ergebnis sind Forscher des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) Ende Oktober des Jahres gelangt. Ihrer Studie zufolge habe es in Deutschland im Jahr 2020 keine Übersterblichkeit gegeben. Die Forscher hätten sich dabei auf Daten des RKI bezogen, wonach im Jahr 2020 etwa 34.000 Menschen an oder mit Covid-19 verstorben waren.
Ein Mädchen in  der Moskauer Metro. - SNA, 1920, 25.10.2021
Studie: Keine erhöhte Sterberate durch COVID-19 in Deutschland
Diese bislang ungeklärte Diskrepanz zwischen den aktuellen Zahlen des RKI und den Aussagen der Forscher vom UK Essen ist Gegenstand weiterer Recherchen von SNA.
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