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Neue Kriterien in EU-Klimataxonomie – Atomkraft und Erdgas weiterhin ausgeschlossen

© SNA / Aleksey Vitvitsky / Zur BilddatenbankEU-Gipfel in Brüssel
EU-Gipfel in Brüssel  - SNA, 1920, 09.12.2021
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Die EU hat weitere Kriterien für die Klimataxonomie festgelegt, diesmal für Wasserkraft, Bioenergie und Forstwirtschaft. Ein entsprechendes Dokument erschien auf der Webseite des EU-Rechtsinformationssystems am Donnerstag.
Demnach wird die Stromproduktion mit Solarpaneelen oder der Transport per Bahn nun offiziell als klimafreundlich eingestuft. Somit will die EU das Interesse von Investoren stimulieren und den Finanzdienstleistungssektor dazu motivieren, in solche Projekte und Tätigkeiten zu investieren. Der Rechtsakt listet zudem technische Kriterien für umweltfreundliche Wasserkraftwerke auf. Diese Regeln sollen Anfang 2022 in Kraft treten.
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Laut der Umweltschutzorganisation WWF sollen die Vorgaben für Bioenergie und Forstwirtschaft nicht streng genug sein, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA).

Atomkraft und Gas

Die Einstufung von Atomkraft und Erdgas als mögliche nachhaltige Energiequellen blieb somit auch von diesem Akt ausgeschlossen. Während Frankreich, Polen und Tschechien Atomkraft als „grün“ kennzeichnen wollen, treten Deutschland, Luxemburg und Österreich strikt dagegen auf. Gleichzeitig gibt es etwa in Deutschland eine starke Lobby dafür, Erdgas in die Taxonomie aufzunehmen.
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Man schließt nicht aus, dass bestimmte Gasheizkraftwerke und Atomkraftwerke zumindest vorübergehend in der Taxonomie gelistet werden könnten. Mitte Oktober hatte die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen via Twitter mitgeteilt, dass die EU neben erneuerbaren Energien auch Atomkraft als stabile Energiequelle und Erdgas als Übergangsquelle während der Klimawende brauche. Ob Erdgas und Atomkraft als klimafreundlich gelten können, will die EU-Kommission nach DPA-Angaben bis Ende des Jahres entscheiden.
Umweltorganisationen wie Greenpeace und der WWF warnen davor, dass die Aufnahme von Erdgas und Atomkraft in die EU-Taxonomie deren Glaubwürdigkeit ruinieren wird. Die Kritiker argumentieren mit CO2-Emissionen im Fall von Erdgas und mit radioaktivem Müll bei Atomkraft.
Die EU-Klimataxonomie soll technische Kriterien bereitstellen, nach denen Energieträger und Prozesse ermittelt werden können, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel leisten können. Damit erhofft sich die EU, klare langfristige Anreize dafür schaffen, Finanzflüsse in grüne Investitionen zu lenken.
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