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Grausiger Fund in Großbritannien: Sklavenüberreste mit Nagel in Ferse entdeckt

CC0 / congerdesign/Pixabay / Kreuzigung (Symbolbild)
Kreuzigung (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.12.2021
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Archäologen haben in einem alten Grab die Überreste eines römischen Sklaven gefunden, in dessen Ferse ein Nagel von einer Kreuzigung steckte. Über den Fund in der ostenglischen Grafschaft Cambridgeshire berichtete am Mittwoch die Zeitung „The Telegraph“.
Die Überreste des Mannes, in dessen Fersenbein ein fünf Zentimeter langer Eisennagel steckte, wurden in einem alten Grab im Dorf Fenstanton gefunden. Er war vermutlich an ein Holzbrett genagelt worden. Das Skelett des 25- bis 35-jährigen Mannes deutet darauf hin, dass er höchstwahrscheinlich ein römischer Sklave war, der von seinem Herrn regelmäßig bestraft wurde.
Der ungefähr 1,7 Meter große Mann wurde 2017 von einem Team entdeckt, das das Gelände vor dem Bau einer Siedlung untersucht hatte. Die Auswertung der Untersuchung ist nun abgeschlossen.
Der Mann starb laut Radiocarbondatierung zwischen den Jahren 130 und 337 n. Chr. Beim Fund handelt es sich um das erste Beispiel einer römischen Kreuzigung in Großbritannien und einen von nur wenigen ähnlichen Fällen weltweit.
David Ingham, der die Ausgrabungen geleitet hatte, sagte gegenüber „The Telegraph“:
„Es ist das beste Beispiel für einen gekreuzigten Menschen aus der römischen Welt. Wir würden gerne irgendwann eine Rekonstruktion durchführen, um zu sehen, wie er aussah. Wir würden den Schädel verwenden und den ganzen Körper neu erschaffen.“
Corinne Duhig, Archäologin an der University of Cambridge, die die Überreste untersucht hatte, kam zu dem Schluss, dass eine Kreuzigung die einzig wahrscheinliche Erklärung für die Verletzungen sei.
Der Sklave wurde wahrscheinlich am Straßenrand eine halbe Meile entfernt von dem kleinen Friedhof in Fenstanton gekreuzigt, wo er später begraben wurde.

Kreuzigungen in der Römerzeit

Die Kreuzigung war in der Römerzeit die Hauptform der Todesstrafe. Konstantin der Große verbot die Praxis während seiner Regierungszeit in den Jahren 306 – 337 n. Chr.
Die Römer nutzten die Kreuzigung für verurteilte Sklaven, Rebellen und Kriminelle aus der Unterschicht. Sie bedeutet einen qualvollen, langen Tod und sollte anderen als Warnung dienen.
Ersticken war die übliche Todesursache, da die unnatürliche Haltung der Arme über dem Kopf dazu führte, dass der Verurteilte nicht genug Luft in die Lunge aufnehmen konnte.
Trotz der Verbindung zwischen Kreuzigung und Christentum glauben Experten, dass es in diesem Fall kein religiöses Element gab.
Es ist auch sehr ungewöhnlich, dass der Mann nach der Kreuzigung begraben wurde, da die Opfer normalerweise im Freien liegen blieben oder in eine Grube geworfen wurden. Auch die Nägel, mit denen die Person am Holzrahmen befestigt wurden, werden sehr selten wiedergefunden, da sie aufgrund ihres Wertes in der Römerzeit oft nach dem Tod wiedergenutzt wurden. Die meisten Kreuzigungen wurden außerdem mit Seilen durchgeführt.
Biblische Texte beziehen sich auf Kreuzigungen mit Holzkreuzen, die Verwendung eines Holzbretts stellt in diesem Fall eine lokale Variation dar.
Wikinger-Langhaus - SNA, 1920, 07.12.2021
Wikinger-Langhäuser aus später Eisenzeit in Norwegen entdeckt
Am Körper des Mannes wurden keine weiteren Nägel gefunden, was darauf hindeutet, dass er mit einem Seil am Holzrahmen festgebunden sein musste und der Fersenbeinnagel der Verhinderung von Bewegungen diente. Außerdem wurde in seiner Ferse ein weiteres einen Zentimeter tiefes Loch gefunden, was davon zeugt, dass es mehrere Versuche gab, seinen Körper am Holz zu befestigen.
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