Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Amazon muss Milliardenstrafe zahlen – Italienische Kartellbehörde spricht von Marktmissbrauch

Amazon (Logo)  - SNA, 1920, 09.12.2021
Abonnieren
Die italienische Kartellbehörde hat eine Milliardenstrafe gegen den Online-Riesen Amazon verhängt. Die Behörde wirft dem Konzern vor, auf seiner Plattform aktive Händler zur Nutzung seiner Lieferdienste gedrängt zu haben.
Das sei ein Missbrauch seiner Marktposition, urteilt die italienische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (AGCM). Die Wettbewerbshüter wollen das Vergehen mit einer Strafe von rund 1,129 Milliarden Euro ahnden. Amazon hat den Vorwurf zurückgewiesen und einen Widerspruch angekündigt.
Amazon habe seine Stellung als Vermittler von Logistikdiensten auf der eigenen Plattform missbraucht und anderen Dienstleistern und Anbietern geschadet, erklärte die AGCM am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Es geht konkret um den Service „Fulfillment by Amazon“ (FBA) (auf der deutschen Webseite bezeichnet als „Versand durch Amazon“ – Anm. d. Red.). Dort bietet der Online-Konzern an, die Versandlogistik für die Verkäufer zu übernehmen.
Die Behörde argumentiert damit, dass an den Service Vorteile auf der Verkaufsplattform gekoppelt seien. So hätten Verkäufer die Nutzung des FBA-Dienstes verknüpft, „um auf eine Reihe wesentlicher Vorteile zuzugreifen, um Sichtbarkeit und bessere Verkaufsaussichten auf Amazon.it zu erhalten“, so der Vorwurf. Dies sei für den Verkaufserfolg auf der Seite Amazon.it entscheidend. Zudem wende Amazon bei Händlern, die den Logistik-Service nicht nutzen, strengere Qualitätskontrollen an als bei den anderen Kunden. Dies könne gar zu einer Account-Sperrung führen.
Um diesen Marktmissbrauch künftig zu vermeiden, will die Behörde dem Konzern Verhaltensmaßnahmen auferlegen, die ein Treuhänder überwachen soll. So müsse der weltgrößte Online-Versandhandel gewährleisten, dass jeder Verkäufer – unabhängig davon, ob er die Versandlogistik des Konzerns nutzt oder nicht – zu denselben Privilegien Zugang habe und ebenso sichtbar sei wie andere.
Amazon erklärte laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA), dass die Strafe und Auflagen „ungerechtfertigt und unverhältnismäßig“ seien. Kleinen und mittelgroßen Händlern stünden viele Wege offen, um ihre Produkte zu verkaufen. Amazon sei nur eine dieser Optionen. Zudem unterstütze das Unternehmen Händler, die ihre Logistik selbst abwickeln.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала