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Untersuchung: USA produzieren den meisten Plastikmüll

CC0 / stux / pixabay / Plastikmüll (Symbolbild)
Plastikmüll (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.12.2021
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Kein Land produziert so viel Plastikmüll wie die Vereinigten Staaten. Vieles davon landet im Meer. Das ist das Ergebnis einer anderthalb Jahre dauernden Untersuchung.
Die USA verursachen den meisten Plastikmüll weltweit. Das ist das Ergebnis einer Studie der US-amerikanischen National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (Nasem), die über anderthalb Jahre ging und am Mittwoch vorgestellt wurde. Insgesamt produzierten die Vereinigten Staaten demnach im Jahr 2016 rund 42 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle, das ist doppelt so viel wie China und mehr als alle 28 Länder der Europäischen Union, damals noch mit Großbritannien, zusammen.

Wohlstandsstaaten vorn

In dem Bericht, den die NASEM der US-Regierung vorlegte, ist aufgeführt, dass jeder US-Bürger im Jahr 2016 im Schnitt 130 Kilogramm Plastikmüll erzeugte. Auf den Plätzen dieser unrühmlichen Bestenliste folgen Großbritannien mit knapp 99 Kilogramm pro Kopf und Südkorea mit gut 88 Kilogramm. China steht bisher nur mit knapp 16 Kilogramm pro Kopf zu Buche. Deutschland gehört eher zu den Hauptmüllverursachern mit gut 81 Kilogramm pro Kopf im Jahre 2016. Im EU-Schnitt inklusive Großbritannien fielen rund 55,5 Kilo pro Kopf, pro Jahr an.
Die Vorsitzende des vom US-Kongress einberufenen Expertenkomitees, Margaret Spring schreibt zu dem Report:

„Der Erfolg der großartigen Erfindung von Plastik im 20. Jahrhundert hat zu einer globalen Flut von Plastikmüll geführt.“

Weltweit betrage die Kunststoffproduktion laut dem Bericht inzwischen 381 Millionen Tonnen im Jahr. Zum Vergleich: im Jahre 1966 waren es noch 20 Millionen Tonnen Plastik weltweit. Das bedeutet einen 20-fachen Anstieg innerhalb eines halben Jahrhunderts.

Viel zu viel Müll landet in der Umwelt

Dem Bericht zufolge gelangen jährlich schätzungsweise acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Umwelt. Das entspreche einem Müll-Lkw pro Minute. Beim derzeitigen Tempo könnte die ins Meer gelangte Kunststoffmenge bis 2030 bis zu 53 Millionen Tonnen jährlich erreichen, was etwa der Hälfte des Gesamtgewichts der jährlich aus dem Meer gefangenen Fische entspräche. Einer der Gründe dafür sei, dass das Recycling von Kunststoffen nicht mit der Plastikproduktion Schritt halte.
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Der Bericht schlägt eine Reihe von Maßnahmen zur Bewältigung der Krise vor. Besonders wichtig sei, weniger Neuplastik zu produzieren. Weitere vorgeschlagene Maßnahmen sind die Verwendung von Materialien, die sich schneller abbauen und leichter recyceln lassen, die Reduzierung bestimmter Einwegkunststoffe und eine verbesserte Abfallbewirtschaftung, beispielsweise durch Techniken zur Entfernung von Mikroplastik aus Abwässern.
„Dies ist der umfassendste und vernichtendste Bericht über Plastikverschmutzung, der je veröffentlicht wurde“, sagte die Präsidentin der Umweltorganisation „Beyond Plastics“, Judith Enk. Müllsammeln im Meer werde die Ozeane nicht retten.
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