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Verkohlte Überreste gefunden: Myanmarische Soldaten der Tötung von elf Menschen beschuldigt

© AFP 2021 / STRDieses Foto vom 16. Oktober 2021 zeigt Mitglieder der Karenni Nationalities Defence Force (KNDF) beim Training in ihrem Basislager im Wald bei Demoso in Myanmars östlichem Bundesstaat Kayah. Junge Anti-Putsch-Rekruten stellen sich in einem geheimen Lager in Myanmar auf, die Hände hinter dem Kopf und den Bauch fest verschränkt, während sie darauf warten, dass ein Ausbilder ihnen einen Schlag verpasst, um sie für ihren Kampf gegen das Militär zu wappnen.
Dieses Foto vom 16. Oktober 2021 zeigt Mitglieder der Karenni Nationalities Defence Force (KNDF) beim Training in ihrem Basislager im Wald bei Demoso in Myanmars östlichem Bundesstaat Kayah. Junge Anti-Putsch-Rekruten stellen sich in einem geheimen Lager in Myanmar auf, die Hände hinter dem Kopf und den Bauch fest verschränkt, während sie darauf warten, dass ein Ausbilder ihnen einen Schlag verpasst, um sie für ihren Kampf gegen das Militär zu wappnen. - SNA, 1920, 08.12.2021
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Myanmarischen Soldaten wird laut Reuters vorgeworfen, elf Menschen in einem Dorf im Zentrum des von Unruhen zerrissenen Landes zusammengetrieben zu haben, bevor sie sie erschossen und ihre Leichen angezündet haben, wie Bewohner der Gegend laut Medienberichten mitteilen.
Die verkohlten Überreste wurden demnach in einem Dorf in Sagaing im Norden des Landes gefunden, einer Region, in dem es seit dem Putsch vom 1. Februar zu heftigen Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Milizen kommt, die von Gegnern der Militärherrschaft aufgestellt wurden, sagten Anwohner und fügten hinzu, dass einige der Opfer noch lebten, als sie verbrannt wurden.
Videomaterial, das die verbrannten Leichen zeigen soll, wurde in den sozialen Medien verbreitet. Einige Medien, darunter das Nachrichtenportal „Myanmar Now“, veröffentlichten Bilder.
Reuters konnte die Echtheit des Videomaterials oder die Behauptungen über die Todesursache der elf Personen nicht unabhängig überprüfen, und ein Sprecher der Militärjunta antwortete nicht auf Anrufe, die einen Kommentar verlangten.
Ein freiwilliger Helfer in der Region, der nicht identifiziert werden wollte, sagte telefonisch, dass die Truppen am frühen Dienstagmorgen in das Dorf Don Taw eingedrungen seien und die Opfer gegen elf Uhr an diesem Tag getötet worden seien.
„Die Truppen töteten brutal jeden, den sie finden konnten“, sagte der Freiwillige und fügte hinzu, es sei unklar, ob es sich bei den Opfern um Milizangehörige oder gewöhnliche Zivilisten handelte.

Machtübernahme in Myanmar

In Myanmar herrscht Chaos, seit das Militär im Februar die demokratisch gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt hat. Es kam zu weit verbreiteten Protesten und zur Bildung von Milizen, den sogenannten People’s Defence Forces (PDF), die es mit der gut ausgerüsteten Armee aufnehmen sollen.
Kyaw Wunna, Mitglied einer PDF-Organisation in der Region, sagte per Telefon, die Truppen seien mit Waffengewalt eingetroffen und die Festgenommenen seien auf ein Feld in der Nähe des Dorfes gebracht worden, bevor sie getötet wurden.
Ein anderer freiwilliger Helfer teilte mit, dass etwa 3000 Menschen aus fünf Dörfern in der Region geflohen seien und sich aus Angst vor weiteren Verhaftungen und Tötungen versteckt hielten.
Ein Verwandter eines der Opfer sagte, der Tote, Htet Ko, sei ein 22-jähriger Universitätsstudent, kein Mitglied einer Miliz und nicht bewaffnet gewesen.
„Das ist unmenschlich. Ich fühle tiefen Schmerz in meinem Herzen“, so der Verwandte. Der Mann habe versucht zu fliehen, sei aber durch Schüsse verwundet worden.
Dr. Sasa, ein Sprecher der nach dem Staatsstreich eingesetzten zivilen Schattenregierung Myanmars, behauptete, die Opfer seien „gepeitscht, gefoltert und schließlich lebendig verbrannt“ worden. In einem Beitrag in den sozialen Medien listete er die Namen der elf Personen auf, die alle männlich sind, darunter ein 14-jähriger Junge.
„Diese schrecklichen Angriffe zeigen, dass das Militär keine Rücksicht auf die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens nimmt“, so Dr. Sasa.

Schreckliche Statistik

Nach Angaben der Assistance Association for Political Prisoners (AAPP), einer von den Vereinten Nationen zitierten Überwachungsgruppe, wurden seit der Machtübernahme durch das Militär mehr als 10.700 Zivilisten inhaftiert und 1300 von ihnen von den Sicherheitskräften getötet.
Das Militär behauptet seinerseits, AAPP sei voreingenommen und verwende übertriebene Daten, außerdem seien Hunderte von Soldaten getötet worden.
Rohingya-Flüchtlinge sitzen auf Holzbänken eines Marineschiffs auf dem Weg zur Insel Bhasan Char im Bezirk Noakhali, Bangladesch, 29. Dezember 2020 - SNA, 1920, 07.12.2021
Wegen Gewalt in Myanmar: Rohingya-Flüchtlinge verklagen Facebook auf 150 Milliarden Dollar
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