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Mordfall Jamal Khashoggi: Mutmaßlicher Täter in Paris verhaftet

© REUTERS / Sarah SilbigerMahnwache bei Kerzenschein für Jamal Khashoggi
Mahnwache bei Kerzenschein für Jamal Khashoggi - SNA, 1920, 08.12.2021
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Die französische Polizei hat ein mutmaßliches Mitglied des Kommandos, das an der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi 2018 in Istanbul beteiligt war, verhaftet, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Vertreter Saudi-Arabiens bestreiten die Verbindung des Mannes zum Mordfall.
Der Verdächtige heißt Khalid Aedh al-Otaibi und wurde am Dienstag, am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in Gewahrsam genommen.
Am Mittwoch früh teilte die AFP über Twitter mit, dass „ein mutmaßliches Mitglied des Kommandos, das an der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 in Istanbul beteiligt war, am Flughafen Roissy (Pariser Flughafen Charles de Gaulle) festgenommen wurde. Saudi-Arabien bestreitet jedoch, dass der Mann mit dem Fall in Verbindung steht.“

Saudi-Arabien bezieht Stellung

Es bestehen Zweifel an der Identität des Verdächtigen. Der Mann beteuert seine Unschuld. Diese Behauptung wird durch die Botschaft Saudi-Arabiens unterstützt.
Am Dienstagabend wurde eine Mitteilung der Botschaft auf Twitter veröffentlicht:
„Die Pariser Botschaft des Königreiches Saudi-Arabien will verdeutlichen, dass die diffusen Informationen aus der Presse zu der Verhaftung eines Bürgers Saudi-Arabiens, der verdächtigt wird, an der Khashouggi Affäre beteiligt gewesen zu sein, inkorrekt sind.“

Weiteres Vorgehen

Die französische Tageszeitung „le Monde“ berichtete am Dienstag, dass die Klärung der Identität des Mannes noch bevorsteht. Solange sitzt er auf dem Gelände des Flughafens in Untersuchungshaft.
Jamal Khashoggi  - SNA, 1920, 23.06.2021
Khashoggi-Mord: Saudische Agenten erhielten paramilitärische Ausbildung in den USA - NYT
Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, wird der Mann einem Richter des höchsten Gerichts der französischen Justiz, dem Kassationsgerichtshof, vorgeführt. Das Gericht entscheidet in Frankreich über Auslieferungen.
Wenn angeklagt, wird der Mann wählen können, ob er direkt an die Türkei ausgeliefert wird oder in Frankreich bleibt, bis Ankara einen Auslieferungsantrag stellt.

Der Fall Jamal Khashoggi

Jamal Khashoggi lebte in den USA, arbeitete für die „Washington Post” und kritisierte Saudi-Arabiens Politik öffentlich. Im Oktober 2018 besuchte er das saudische Konsulat in Istanbul, verließ das Gebäude jedoch nie. Es wurde bekannt, dass er dort ermordet wurde. Rund 20 Personen, Mitglieder des Konsulats und der saudischen königlichen Garde, darunter Khaled Aedh Al-Otaibi, wurden mit der Ermordung des Journalisten in Verbindung gebracht. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman bestritt seine Beteiligung an dem Verbrechen.
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