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Khashoggi-Mord: Französische Polizei nimmt „falschen“ Verdächtigen fest – Medien

© SNA / Dominique Boutin / Zur BilddatenbankPolizei in Frankreich (Archiv)
Polizei in Frankreich (Archiv) - SNA, 1920, 08.12.2021
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Ein 33-jähriger Saudi-Araber, den die französische Polizei am Dienstag am Pariser Flughafen wegen der mutmaßlichen Beteiligung an der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi festgenommen hatte, hat sich als Namensvetter des echten Verdächtigen erwiesen. Darüber berichtet die Zeitung „Le Figaro“ am Mittwoch.
Die Pariser Staatsanwaltschaft werde nun erklären, dass ein Fehler aufgetreten sei, hieß es. Khaled Aedh al-Otaibi soll daher bis Donnertagmorgen auf freiem Fuß sein.
Wie die französische Tageszeitung „Le Monde“ am Dienstag berichtete, saß der Mann auf dem Gelände des Flughafens in Untersuchungshaft, solange seine Identität geklärt wurde. Am Dienstagabend erklärte die Botschaft Saudi-Arabiens auf Twitter, dass die „Informationen in der Presse zur Verhaftung eines Bürgers Saudi-Arabiens, der verdächtigt wird, an der Khashouggi-Affäre beteiligt gewesen zu sein, inkorrekt sind“.
Khashoggi, ein Kolumnist der "Washington Post", wurde im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul getötet. Sein Leichnam ist bis heute nicht gefunden worden. Die „Washington Post“ berichtete im selben Jahr unter Verweis auf eine türkische Quelle, dass „biologische Beweise“ im Garten des Konsulats gefunden worden seien.
Jamal Khashoggi  - SNA, 1920, 23.06.2021
Khashoggi-Mord: Saudische Agenten erhielten paramilitärische Ausbildung in den USA - NYT
Die Führung des Königreichs war nach Khashoggis Verschwinden scharfer Kritik ausgesetzt. Sie räumte den Mord erst auf internationalen Druck hin ein. Die Spuren führten bis in das engste Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman, der aber bestritt, die Tötung selbst angeordnet zu haben.
Acht Angeklagte wurden im vergangenen Jahr zu bis zu zwei Jahrzehnten Gefängnis verurteilt, aber Menschenrechtsaktivisten kritisierten die Strafen, die auf untergeordnete Agenten abzielten, während die Anführer verschont blieben.
Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) will den Kronprinz nun in Deutschland vor Gericht bringen. Anfang März hat sie beim Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe eine Strafanzeige gegen Mohammed Bin Salman und mehrere saudische Spitzenbeamte gestellt.
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