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Kampf um Deutungshoheit bei Omikron – Gefährlich oder mild?

© REUTERS / DADO RUVICCoronavirus-Variante Omikron
Coronavirus-Variante Omikron - SNA, 1920, 08.12.2021
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Noch streiten sich die Gelehrten um die neue Coronavirus-Variante Omikron. Der US-Top-Virologe Fauci hält sie für harmloser als Delta, Charité-Virologe Drosten rechnet mit einer Verschärfung durch Omikron. Studien belegen, dass die neue Variante die Wirkung der Impfstoffe schwächt, aber man könne dies anpassen – vor allem beim Booster.
Die Virusvariante Omikron ist weltweit auf dem Vormarsch. In Afrika nehmen die Infektionszahlen rapide zu. In Südafrika, wo die Virus-Variante zum ersten Mal entdeckt wurde, zeigen bereits fast 80 Prozent aller DNA-sequenzierten Corona-Testergebnisse eine Infektion mit der Omikron-Variante an. Weltweit werden die Schutzmaßnahmen verstärkt und teilweise Grenzen geschlossen.

Fauci: Wahrscheinlich milderer Verlauf als bei Delta

Aber es gibt auch hoffnungsvoll stimmende Nachrichten. Daten aus Südafrika zeigen einen weitestgehend milden Verlauf einer Erkrankung mit dieser Variante. Auch der US-Top-Immunologe Anthony Fauci geht von verhältnismäßig milden Krankheitsverläufen bei Omikron aus. Er hält die neue Variante für höchstwahrscheinlich weniger gefährlich als die aktuell dominierende Delta-Variante.
Dies könne aber beispielsweise auch daran liegen, dass bisher vor allem jüngere Leute betroffen seien. „Ich würde also sagen, dass wir keine endgültigen Schlussfolgerungen ziehen sollten“, relativierte Fauci seine Aussagen.

Drosten: Omikron ab nächstem Jahr dominierend

Der Berliner Virologe Christian Drosten scheint Omikron als potentiell gefährlicher einzuschätzen. Die Corona-Pandemie könnte sich nach seiner Einschätzung somit noch länger hinziehen. In Südafrika seien die Corona-Zuwachsraten durch Omikron trotz des dort einsetzenden Sommers hoch. „Und darum würde ich im Moment auch nicht sagen, bis Ostern ist in Deutschland die Pandemie vorbei, wenn Omikron übernimmt“, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité im neuen Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info.
„Ich denke, ab Januar werden wir mit Omikron in Deutschland ein Problem haben“, sagte Drosten. Die Variante werde wahrscheinlich die Anpassung der vorhandenen Impfstoffe nötig machen.
Coronavirus - SNA, 1920, 08.12.2021
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Biontech-Booster schützt vor Omikron

Da kommen gute Nachrichten vom führenden Impfstoffentwickler Biontech am Mittwoch gerade recht. Demnach bietet zumindest der Dreifachschutz mit dem derzeitigen Impfstoff der Mainzer Firma auch ohne Anpassung einen guten Schutz vor Omikron. Eine Booster-Dosis erhöhe den Antikörper-Spiegel ausreichend, um auch die Omikron-Variante zu neutralisieren. Ersten Labordaten zufolge schützten jedoch zwei Dosen nicht ausreichend vor einer Infektion mit der kürzlich entdeckten Variante. Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass der Schutz vor einer schweren Erkrankung weiterhin gegeben ist. Bei Bedarf könne ab März ein angepasster Impfstoff bereitgestellt werden.
Die Unternehmen Biontech und Pfizer haben bereits damit begonnen, ihren Impfstoff an die Omikron-Variante anzupassen. Diese Arbeiten würden fortgesetzt, erste Chargen könnten produziert und bei Genehmigung durch die Behörden innerhalb von 100 Tagen ausgeliefert werden. Die erwarteten Produktionsmengen von vier Milliarden Dosen des Impfstoffs im Jahr 2022 würden sich auch bei einer nötigen Anpassung nicht ändern.
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