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Dänemark plant Nato-Radar auf Färöer-Inseln – lokale Politiker wollen nicht „Bombenziel“ werden

CC0 / MarianFit/Pixabay / Färöer Inseln
Färöer Inseln - SNA, 1920, 08.12.2021
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Diese Woche wird die dänische Verteidigungsministerin Trine Bramsen die Färöer Inseln besuchen, um eine Entscheidung über einen neuen Radar-Stützpunkt durchzusetzen. Aber die Einrichtung eines Nato-Radars kann den Handelsbeziehungen des Archipels mit Moskau schaden. Das teilte der schwedische Sender SVT am Mittwoch mit.
Der kleine, strategisch wichtige Archipel ist zum Brennpunkt der Sicherheitslage im Nordatlantik geworden. Das Nato-Mitglied Dänemark will auf den selbstverwalteten Färöer-Inseln, die zum dänischen Reich gehören, einen neuen Radar-Stützpunkt errichten. Dadurch könnte das Land alle Flugzeuge, die über der Region fliegen, kontrollieren und seinen Anspruch auf die Arktis stärken.
Einige Politiker der Färöer Inseln sind jedoch besorgt. Der Inselstaat mit 53.000 Einwohnern ist stark von seinen Fischexporten abhängig, und einer von seinen größten Abnehmern ist Russland. Das Unterbringen eines Nato-Radars könnte inmitten der Spannungen zwischen Moskau und der Nordatlantik-Allianz wichtige Handelsbeziehungen betreffen.
Die färöische Opposition warf der Regierung vor, zu pro-dänisch zu sein und der Kritik nicht genügend Aufmerksamkeit zu schenken.
Einem Parlamentsmitglied der Färöer, Bjárni Kárason Petersen, zufolge laufen die Färöer die Gefahr, einen Großteil ihrer Exporte nach Russland zu verlieren, was die Wirtschaft der Inseln ruinieren und das Land selbst gefährden könnte:
„Wenn die Färöer einen Radar bekommen, werden wir teilweise zu einem strategischen Bombenziel.“
Der Außenminister der Färöer Inseln, Jenis av Rana, teilte jedoch mit, dass der Radar kein militärisches Thema sei:
„Die Tatsache, dass es zum militärischen Gesamtbild der Nato gehört, ist möglich. Aber auf den Färöern wird es kein Militär geben.“
Die Färöer (Schafsinseln) sind ein nordatlantischer Archipel aus 18 Inseln zwischen Norwegen, Island und Schottland, der seit Jahrhunderten unter dänischer Herrschaft steht. Derzeit regiert Dänemark den Archipel in Bereichen wie Verteidigung, Währung, Polizei, Justiz und auswärtige Angelegenheiten. Die Färöer kontrollieren den Arbeitsmarkt, das Steuerwesen und den Umweltschutz.
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Obwohl die Färöer neben Grönland zum dänischen Königreich gehören, sind sie weder Teil der EU noch des Schengen-Raums und verfolgen ihre eigene Handelspolitik. Derzeit ist der Archipel stark von der Fischerei und dem Walfang abhängig, die 95 Prozent aller seiner Exporte ausmachen. Die Inseln erhalten eine erhebliche jährliche Subvention von Dänemark.
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