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Studie: Covid-19-Kreuzimpfungen wirkungsvoller – auch mit Sputnik V?

© SNA / Hungarian Foreign Ministry / Zur BilddatenbankFläschchen mit dem russischen "Sputnik V"-Impfstoff
Fläschchen mit dem russischen Sputnik V-Impfstoff - SNA, 1920, 08.12.2021
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Eine britische Studie hat ergeben, dass die Kombination zweier verschiedener Impfstoffe gegen Covid-19 zu einer besseren Immunantwort führt. Dies bestätigt die Ergebnisse anderer Studien vom Sommer 2021. Auch die Entwickler des russischen Vakzins Sputnik V forschen mit den britischen Kollegen von Astrazeneca an einer Kombination beider Wirkstoffe.
Ein britisches Forschungsteam hat die Wirkung von Kreuzimpfungen, also der Impfung mit zwei unterschiedlichen Vakzinen, untersucht. Die Immunantwort fällt laut der Forschungsergebnisse deutlich höher aus, wenn mit der ersten und zweiten Dosis verschiedene Impfstoffe verabreicht werden.
Die Ergebnisse der Studie aus Großbritannien wurden in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht.

Umfangreiche Studien mit vier Impfstoffen

Die Forscher untersuchten Kreuzimpfungen mit dem Vektor-Impfstoff von Astrazeneca, den mRNA-Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna, sowie dem auf Nanopartikeln basierenden Impfstoff der Firma Novavax, der in Deutschland bislang nicht zugelassen ist.
Untersucht wurde die Wirkung von Kreuzimpfungen mit diesen Wirkstoffen bei 1072 zufällig ausgewählten Erwachsenen, die 50 Jahre und älter waren und bisher eine Impfdosis mit einem dieser Wirkstoffe erhalten hatten. Als zweite Dosis erhielten die Probanden nun entsprechend einen anderen dieser vier Impfstoffe. Die Immunantwort wurde 28 Tage nach der zweiten Dosis gemessen.
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Gute Immunreaktion

Die Kombination verschiedener Impfstoffe ergab rund einen Monat nach der zweiten Dosis eine durchweg bessere Impfantwort, im Vergleich zu Probanden, die zweimal mit demselben Impfstoff geimpft wurden. Kombiniert wurde beispielsweise eine Dosis des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer oder des Vektorimpfstoffs von Astrazeneca mit dem mRNA-Vakzin von Moderna als zweiter Dosis. Hier war die Wirkung besonders gut, wie das Team um Matthew Snape von der Universität Oxford herausfand. Er sagte der BBC:

„Wir haben eine wirklich gute Immunreaktion auf der ganzen Linie festgestellt. Wir zeigen, dass man sich nicht starr an die zweite Dosis desselben Impfstoffs halten muss, und dass es in Ordnung ist, wenn das Programm durch die Verwendung mehrerer Impfstoffe schneller durchgeführt werden kann.“

Die Immunreaktionen waren bei allen Kombinationen gut, aber als am wirkungsvollsten stellte sich eine Kreuzimpfung von einer Dosis Biontech/Pfizer mit einer zweiten Dosis Moderna heraus.

Jetzt auch EMA für Kreuzimpfung

Praktisch zeitgleich zur Veröffentlichung der Studienergebnisse aus Großbritannien, empfahl auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA an Dienstag Kreuzimpfungen gegen Covid-19. Die EMA geht noch weiter und empfiehlt nun auch für Booster-Impfungen, also für eine dritte Impfdosis drei bis neun Monate nach der ersten Doppelimpfung, ausdrücklich das Verabreichen eines anderen Impfstoffes, um einen gesteigerte Immunantwort zu erreichen.
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Auch Russland forscht an Kreuzimpfung

Bereits 2020 verabredeten die Entwickler des Impfstoffs Astrazeneca – ein schwedisch-britisches Joint Venture und das Gamaleja-Institut, die Entwickler des russischen Erfolgsvakzins Sputnik V, eine Zusammenarbeit und Untersuchung der Wirksamkeit einer Kombination beider Wirkstoffe. Aktuell laufen dazu Studien in Russland und Schweden. Das russische Außenministerium rechtet damit, dass Zwischenergebnisse der gemeinsamen Untersuchungen Ende 2021 – Anfang 2022 verfügbar sein werden. Das Ministerium teilte im November mit:

„Am 26. Juli dieses Jahres genehmigte das russische Gesundheitsministerium klinische Versuche für eine Kombination von Coronavirus-Impfstoffen AstraZeneca und Sputnik Light. Die Zwischenergebnisse sollen Ende 2021 – Anfang 2022 vorgelegt werden.“

„Sputnik Light“ ist die erste Komponente des weltweit ersten Corona-Impfstoffs „Sputnik V“, der vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie auf der Grundlage einer adenoviralen Plattform entwickelt wurde. Obwohl der Impfstoff immer noch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EMA geprüft wird, wird er bereits erfolgreich in 71 Ländern verimpft.
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