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„Impfen voranbringen“: Was Lobby-Verbände von Neu-Gesundheitsminister Lauterbach erwarten

 Karl Lauterbach (Archiv) - SNA, 1920, 07.12.2021
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Der Gesundheitswissenschaftler und Bundestagspolitiker Karl Lauterbach (SPD) soll in der Ampel-Koalition neuer Bundesgesundheitsminister werden. Schon jetzt erklären Interessen- und Lobby-Verbände, was sie von ihm erwarten. „Wir erwarten eine bessere Organisation der Impf-Kampagne“, fordert eine Verbandschefin.
Der Sozialverband „VdK Deutschland“ fordert von dem designierten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) „eine bessere Organisation der Auffrischungsimpfungen in Deutschland“. Das meldete die „Tagesschau“ am Dienstag. In einigen Bundesländern würden ältere Menschen und Risikopatienten vergeblich auf Termine warten und kämen telefonisch bei Ärzten oder Zentren nicht durch, bemängelte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Häufig hake es an der Impfstoffbeschaffung und Verteilung, so die Chefin des laut eigener Aussage größten Sozialverbands der Bundesrepublik.
„Es ist erschreckend, dass es nach fast zwei Jahren Pandemie noch immer keine zentrale Information, Koordination und Steuerung gibt. Das muss nun schleunigst geändert werden.“
Auch der „Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes“ (BVÖGD) äußerte den Wunsch, dass Lauterbach „jetzt sehr schnell alle nötigen Maßnahmen für eine Ausweitung der Impfungen voranbringt. Das ist im Moment das Wichtigste“, wurde die Vorsitzende Ute Teichert zitiert. „Ansonsten läuft uns die Pandemie davon“, warnte sie. Eine allgemeine Impfpflicht ergibt laut ihr nur Sinn, „wenn wir dieses Vorhaben logistisch überhaupt stemmen können.“ Eine Aufstockung des Personals im Gesundheitsbereich sei mehr als überfällig, forderte sie.
Deutscher Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) - SNA, 1920, 06.12.2021
„Impfen wird zentrale Rolle spielen“: Lauterbach erklärt seine Ziele als Bundesgesundheitsminister
Wenn Tierärzte auch gegen Corona impfen sollten, wie zuletzt häufig als Idee ins Spiel gebracht, seien dazu rechtliche Absicherungen nötig. Dies forderte der Präsident des „Bundesverbandes praktizierender Tierärzte“, Siegfried Moder. „Mich verwundert aber, dass bislang niemand auf uns zugekommen ist“, sagte er. Tierärzte könnten ihm zufolge in Impfzentren oder mobilen Impfteams mithelfen.
Der Vorstand der „Deutschen Stiftung Patientenschutz“, Eugen Brysch, rief Lauterbach zu „einem kritischen Umgang mit Lobby-Gruppen“ der Gesundheits- und Pflegebranche auf. Die größte Herausforderung für den neuen Gesundheitsminister werde es sein, sich trotz der erforderlichen Zusammenarbeit „seine Unabhängigkeit zu bewahren“.
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