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Hitlergruß zu White-Power-Musik: Altes Foto bringt Schwedische Ministerin in Erklärungsnot

© REUTERS / TT NEWS AGENCYSchwedens Premierministerin Magdalena Andersson präsentiert ihr Team neuer Minister
Schwedens Premierministerin Magdalena Andersson präsentiert ihr Team neuer Minister - SNA, 1920, 07.12.2021
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Ein brisantes Foto, auf welchem Schwedens Ministerin für öffentliche Verwaltung Ida Karkiainen den Hitlergruß zeigt, ist aufgetaucht. Die Politikerin behauptet, sich nicht an ein solches Ereignis erinnern zu können. Die Publikation hat eine hitzige Diskussion in der schwedischen Presse und den sozialen Medien entfacht.
Das schwedische Onlinemagazin „Nyheter Idag” hat am Montag Fotos von der Ministerin veröffentlicht, auf welchen sie als junge Frau den Hitlergruß zeige. Nach Angaben des Nachrichtendienstes waren die Bilder auf einer Party entstanden, welche in den Nullerjahren bei Karkiainen und ihrem damaligen Freund zu Hause stattgefunden habe. Der Quelle des Magazins zufolge waren Lieder von rechten Bands gespielt worden. Ihr damaliger Freund wurde beschuldigt, eine treibende Kraft der „White Power”*-Bewegung gewesen zu sein.
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„Unter anderem wurde Musik von Bands wie Pluton Svea gespielt, dies geschah bei ihr zu Hause“, zitierte das Magazin seine Quelle. Die Band ist für ihre rassistischen und antisemitischen Texte, das Zeigen des Hitlergrußes, sowie für das Befürworten des Holocaust, bekannt.
„Es handelt sich um ein Bild, auf dem ich eine Geste mache, die als Nazi-Gruß interpretiert werden kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, eine solche Geste gemacht zu haben. Ich verstehe, wie es aussieht. Aber ich habe noch nie etwas getan, was mich zur Sympathisantin einer so abscheulichen Ideologie wie dem Nationalsozialismus machen könnte. In diesem Fall habe ich es getan, um sie (die Ideologie des Nationalsozialismus) zu verspotten oder zu verhöhnen“, sagte Ida Karkiainen gegenüber dem TV-Sender "Sveriges Television" (SVT).
Auf die Frage, ob sie weiter im Amt bleibe, antwortete sie laut der schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet, dass die Entscheidung bei Magdalena Andersson (Schwedens Ministerpräsidentin) liege. Sie fügte hinzu, dass sie sich immer für die Wertschätzung und die Rechte aller Menschen eingesetzt habe und deswegen Sozialdemokratin geworden sei.
In den sozialen Netzwerken entfachte die Publikation eine heftige Debatte. So veröffentlichte zum Beispiel ein User das Bild mit dem Kommentar
Welche Steine hat Magdalena Andersson umgedreht, um eine Sozialdemokratin zu finden, die den Hitlergruß zeigt?“
Andere Veröffentlichungen in den sozialen Medien bezogen sich vor allem auf ein Interview, in welchem die Politikerin ausgesagt hatte, keine „Skelette im Schrank liegen zu haben“, sowie auf die womöglich bevorstehende Entlassung der Ministerin.
*White Power bedeutet übersetzt Weiße Macht und wird im Sinne von „weißer Vorherrschaft“ verwendet. Es ist ein Schlüsselbegriff der neonazistischen Skinhead-Szene weltweit.
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