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Ex-Nato-Chef: USA wissen „konkrete Pläne“ Russlands – aber unsicher, ob es tatsächlich angreift

© AP Photo / Virginia MayoAnders Fogh Rasmussen auf einem Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel (Archivbild)
Anders Fogh Rasmussen auf einem Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel (Archivbild) - SNA, 1920, 07.12.2021
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Der frühere dänische Ministerpräsident und Ex-Nato Chef Anders Fogh Rasmussen hält die Informationen der US-Geheimdienste über einen angeblichen Angriff Russlands auf die Ukraine für zuverlässig, bleibt aber unsicher, ob Russland diese Pläne tatsächlich verwirklicht. Das sagte er in einem Interview mit dem dänischen Sender TV2 am Montagabend.
Nach seinen Worten wird die erste Phase der vermeintlichen Attacke darin bestehen, den Zugang der Ukraine zum Schwarzen Meer zu sperren, damit sie keine neuen Lieferungen erhalten könne. In der nächsten Phase sollen die ukrainischen Streitkräfte angeblich fast vollständig bombardiert werden, bevor die dritte Phase eingeleitet wird, in der laut Fogh der Vorstoß auf die Hauptstadt Kiew erfolgen soll.
Russische Soldaten bei der Militärübung Zapad 2017 - SNA, 1920, 04.12.2021
Angeblich für Anfang 2022 geplant: US-Geheimdienst warnt vor russischem Angriff auf Ukraine
Doch selbst wenn die Bedrohung real sei, weiß man nicht, ob Russland diese Pläne auch verwirklichen werde, so der ehemalige Ministerpräsident. Denn der Preis eines Angriffs könnte sowohl intern als auch extern für den russischen Präsident Wladimir Putin viel zu hoch sein, erklärte Fogh Rasmussen. Die Attacke Russlands wäre auch „weniger überraschend“ als seine Wiedervereinigung mit der Halbinsel Krim sein, die der Politiker als „Annexion“ bezeichnete.
„Jetzt sind sich die Amerikaner und die EU völlig einig, dass es sehr harte Sanktionen gegen Russland geben wird, wenn Putin trotzdem in die Ukraine geht“, so der Ex-Nato-Chef.
Fogh Rasmussen zufolge ist es Putins langfristiges Ziel, die Ukraine daran zu hindern, der Nato und der EU beizutreten. „Deshalb will er einen Konflikt am Leben erhalten, der dazu führt, dass sich sowohl die Nato als auch die EU mit der Aufnahme der Ukraine als Mitglied zurückhalten werden“, findet er. „Das ist sein eigentliches Ziel“, betonte der Politiker.
Die Flaggen der USA und der EU auf dem Dulles International Airport in Chantilly im US-Bundesstaat Virginia (Archivbild) - SNA, 1920, 07.12.2021
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Spekulationen über angebliche russische Attacke

Seit einem Monat machen Berichte über eine angebliche Vorbereitung Russlands für einen Angriff auf die Ukraine in den US-amerikanischen Medien die Runde. Anfang November hatte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Admiral John Kirby, unter Berufung auf das Pentagon, Russland „ungewöhnliche militärische Aktivitäten in der Nähe der Ukraine“ vorgeworfen.
Mitte November berichtete der Sender CBS News, dass die US-Geheimdienste die europäischen Partner vor einem möglichen russischen Militäreinsatz in der Ukraine gewarnt hätten. Diese Vorwürfe wurden von dem Leiter des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes, Kirill Budanow, bekräftigt, demzufolge sich Russland angeblich auf einen Angriff Ende Januar oder Anfang Februar vorbereite.
Am Samstag hatte die Zeitung „The Washington Post“ unter Verweis auf die US-Geheimdienste berichtet, dass Russland eine Militäroffensive auf die Ukraine vorbereite, die Anfang des nächsten Jahres eingeleitet werden soll. Nach Einschätzungen des US-Militärs sollen rund 175.000 russische Soldaten eingesetzt werden.
Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa (Archivfoto) - SNA, 1920, 05.12.2021
„Putins Einmarschplan in die Ukraine“: Russische Außenamtssprecherin kommentiert Bild-Bericht

Reaktion Russlands

Bisher wurden keine dieser Anschuldigungen mit Beweisen belegt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich in dieser Zusammenhang folgenderweise: „Wir beobachten Versuche, Provokationen durchzuführen, eine Reaktion der Miliz zu bewirken und Russland in eine Art Kampfeinsatz zu verwickeln“.
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte erneut, dass Russland für niemanden eine Gefahr darstelle, und warf den USA und seinen Nato-Verbündeten vor, provokative Aktivitäten in der Nähe der russischen Grenzen durchzuführen. Die Allianz solle aufhören, „Waffen in die Ukraine zu pumpen“ und die Ukraine damit „zu wahnsinnigen Aktionen zu ermutigen“, so Peskow.
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