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Mord an Georgier: Bundesanwalt spricht von Auftragsmord – Lebenslange Haft gefordert

© AFP 2021 / ODD ANDERSENDie Polizei bewacht Eingang zum Gerichtssaal, wo der sogenannte Tiergartenmord-Prozess verhandelt wird (Archiv)
Die Polizei bewacht Eingang zum Gerichtssaal, wo der sogenannte Tiergartenmord-Prozess verhandelt wird (Archiv)  - SNA, 1920, 07.12.2021
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Die Bundesanwaltschaft zweifelt nicht daran, dass ein Georgier tschetschenischer Abstammung im Sommer 2019 mitten in Berlin in einem Auftrag erschossen worden war.
Der Angeklagte habe einen „staatlichen Tötungsauftrag“ erfüllt, sagte Bundesanwalt Nikolaus Forschner am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Berliner Kammergericht. Dabei forderte er eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Hintergrund sei die „Feindschaft zum russischen Staat“ des Opfers gewesen, so Forschner.
Die höchste deutsche Anklagebehörde hatte den Fall wegen des vermuteten politischen Hintergrunds übernommen. Nach rund 14 Monaten Verhandlung und der Vernehmung von 47 Zeugen sieht der Bundesanwalt die wesentlichen Vorwürfe der Anklage bestätigt.

Drei Schüsse aus Pistole mit Schalldämpfer

Demnach traf der angeklagte 56 Jahre alte Bürger Russlands kurz vor der Tat in Berlin ein. Am 23. August 2019 näherte er sich im Kleinem Tiergarten auf einem Fahrrad dem Georgier und feuerte drei Schüsse auf das Opfer - zwei davon gezielt auf den Hinterkopf des Opfers. Der getötete 40-Jährige, der seit Ende 2016 als Asylbewerber in Deutschland lebte, war von russischen Behörden als tschetschenischer Terrorist eingestuft worden. Zeugen sprachen von einer Hinrichtung.
Dokumente (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.04.2021
„Tiergarten-Mord“ – Der deutsche Rechtsstaat vertraut auf die „Expertise“ eines überführten Lügners
Der sogenannte Tiergartenmord-Prozess läuft seit Oktober 2020 im Berliner Gericht unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Das Urteil wird möglicherweise noch vor Weihnachten gefällt und dürfte das ohnehin schon getrübte deutsch-russische Verhältnis noch mehr belasten.
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