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Wahlkampfauftritt des rechten Präsidentschaftskandidaten Eric Zemmour endet in Gewalt

© AP Photo / Thomas CoexEric Zemmour gibt ein Interview beim französischen Fernsehsender TF1 in Boulogne-Billancourt am 30. November 2021
Eric Zemmour gibt ein Interview beim französischen Fernsehsender TF1 in Boulogne-Billancourt am 30. November 2021 - SNA, 1920, 06.12.2021
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Bei einem Auftritt des rechten Präsidentschaftskandidaten Eric Zemmour in Paris ist es am Sonntag zu Protesten und gewaltvollen Ausschreitungen gekommen.
Zemmour versammelte am Sonntag mehr als 10.000 Anhänger in einer Messehalle in Paris und verkündete den Namen seiner neuen Bewegung, „Reconquete“ (Wiedereroberung). In seiner Rede sprach der Präsidentschaftskandidat von dem „Abgrund“, vor welchem Frankreich stehe und von dem „Kampf“ zur Rettung der Nation.
Gegendemonstranten versuchten die Halle zu stürmen, welche durch die Polizei bewacht wurde. Der französische Nachrichtensender BFMTV berichtete, dass es zu Ausschreitungen zwischen Mitgliedern einer Protestaktion der Organisation SOS Rassismus und den Anhängern des rechten Publizisten gekommen sei. Zwölf Mitglieder der Protestaktion, in T-Shirts mit der Aufschrift „Nein zu Rassismus“ gekleidet, waren während der Versammlung aufgestanden, um ihren Slogan zu verkünden.
Dies führte zu heftigen Reaktionen bei Zemmours Anhängern. Die Gegendemonstranten wurden mit Fäusten und durch die Luft fliegenden Stühlen zurückgedrängt. Mehrere Mitglieder der Protestaktion wurden verletzt.
Die Gewaltbereitschaft der Anhänger des Kandidaten wurde vor allem seitens Mitglieder der französischen Linkspartei Parti de Gauche (PG) und der Partei des Präsidenten Emmanuel Macron LaREM, kritisiert.
„Es gab nichts außer Gewalt. Gewalt gegen die Medien. Gewalt gegen ihre politischen Gegner. Gewalt gegen die Franzosen. Gewalt zwischen den Franzosen. Das Zemmour-Treffen hat sein wahres Gesicht gezeigt: Hass, Spaltung, Unordnung und Gewalt“, schrieb Pieyre-Alexandre Anglade, Mitglied der Nationalversammlung und der LaREM.
Der 63-jährige Kandidat hat weder ein Programm noch genießt er die Unterstützung einer großen Partei. Laut den Umfragen von Ende Oktober lag Zemmour auf dem zweiten Platz im Rennen um die Präsidentschaft. Für seine Ansichten gegenüber Ausländern, vor allem Muslimen, sowie gegenüber Frauen wird er in der Presse oft mit dem früheren US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump verglichen.
Eric Zemmour kommt am Samstag, 27. November 2021, zur Besichtigung der Kathedrale von Marseille in Südfrankreich. - SNA, 1920, 30.11.2021
Der „Donald Trump Frankreichs“: Eric Zemmour will bei Präsidentschaftswahlen 2022 antreten
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