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Fall Peng Shuai: Athleten Deutschland fordern vom IOC Bekenntnis zu Menschenrechten

Peng Shuai - SNA, 1920, 06.12.2021
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In einer aktuellen Stellungnahme werfen die Athleten Deutschland dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vor, im Fall des dreiwöchigen Verschwindens der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai weggeschaut zu haben. Der IOC müsse jetzt Farbe bekennen.
Das Vorgehen des IOC im Fall Peng Shuai haben man mit großer Sorge und Unverständnis aufgenommen, heißt es eingangs des Schreibens vom Montag. Es habe Zweifel an den handlungsleitenden Motiven des IOC erneuert. „Das scheinbar absichtliche Ausklammern des dreiwöchigen Verschwindens Peng Shuais und der von ihr erhobenen Missbrauchsvorwürfe in seinen beiden Stellungnahmen lässt befürchten, dass das IOC politischen und wirtschaftlichen Interessen größeren Stellenwert beimisst als dem Schutz von Athlet*innen.“
Der Fall zeige einmal mehr, dass das IOC ausweiche, wenn fundamentale Rechte der Sportler verletzt und sie Gewalt, Diskriminierung, Verfolgung und Repressionen ausgesetzt würden, so die deutsche Athletenvereinigung.
Maximilian Klein, zuständig für internationale Sportpolitik, fordert: „Die weltweit mächtigste Organisation des Sports muss unmissverständlich klarstellen, dass der Schutz der Athletinnen und Athleten, und nicht der Schutz von wirtschaftlichen und politischen Interessen, oberste Priorität hat. Das IOC muss jetzt Farbe bekennen, seiner menschenrechtlichen Verantwortung nachkommen und endlich im Einklang mit seinen Idealen handeln.“
Der Stellungnahme beigefügt ist eine Liste von Forderungen an das IOC. Um seine Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, müsse es:
Beweise für Peng Shuais Sicherheit liefern und auf eine unabhängige Untersuchung bestehen
Schutz von Athlet*innen zu seiner handlungsleitenden Maxime machen
Sicherheit und Schutz bei den Winterspielen gewährleisten
Menschenrechtsbekenntnis leisten und eine Menschenrechtsstrategie umsetzen
menschenrechtliche Risikoanalyse vorlegen und Chinas schriftliche Zusagen zu Menschenrechten bei den Winterspielen veröffentlichen
Klarheit zu ungenutzten Handlungsspielräumen für Menschenrechtsstandards bei den Winterspielen schaffen.
Sie seien hoffnungsvoll, dass die künftige Bundesregierung national wie international einen gewichtigen Beitrag zur Stärkung von Menschenrechtsaspekten im Sport und damit zur Verwirklichung der Menschenrechte leisten werde, so die Athleten Deutschland abschließend.
Die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai - SNA, 1920, 20.11.2021
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