Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach Vorfall mit Nato-Aufklärungsflugzeug: Russische Luftfahrtbehörde will Protest einlegen

© SNA / Andrej Stanawow / Zur BilddatenbankEin Passagierflugzeug Airbus A330 der Fluggesellschaft Aeroflot
Ein Passagierflugzeug Airbus A330 der Fluggesellschaft Aeroflot - SNA, 1920, 05.12.2021
Abonnieren
Angesichts der Risiken für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt, die die Flüge der Nato-Militärflugzeuge über dem Schwarzen Meer mit sich bringen, will die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija nach eigenen Angaben einen Protest über diplomatische Kanäle anregen.
Eine Sprecherin der Föderalen Agentur für Lufttransport bestätigte, dass sich ein Aufklärungsflugzeug der US-Luftwaffe am Freitagmorgen einem russischen Passagierflugzeug im Luftraum über dem Schwarzen Meer genähert hatte.
„Um 09:53 Uhr morgens am 3. Dezember führte ein Nato-Aufklärungsflugzeug CL600 über dem Schwarzen Meer in der Nähe des Zuständigkeitsbereichs der russischen Luftverkehrsdienste einen Flug mit einer intensiven Senkung der Flughöhe von 11.000 auf 9200 Meter durch und überquerte dabei die für die zivilen Flugzeuge festgelegte Flugroute“, sagte die Sprecherin am Samstagabend.
Die Besatzung des Militärflugzeugs habe nicht auf die wiederholten Anfragen von Fluglotsen reagiert, betonte sie.
Zur gleichen Zeit sollen sich in dem betreffenden Gebiet zwei zivile Flugzeuge befunden haben. Es handele sich um eine Maschine A330 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot, die von Tel Aviv nach Moskau unterwegs gewesen sei. Zudem habe ein maltesisches Flugzeug CL650, das von Sotschi nach Skopje gestartet sei, das Gebiet überflogen.
„Die Kurse und die Flugflächen der zivilen Flugzeuge wurden umgehend geändert“, sagte die Sprecherin. Dank dieser Maßnahmen hätten die russischen Fluglotsen die sichere Durchführung von Flügen in dem oben genannten Gebiet über dem Schwarzen Meer gewährleistet.

Aeroflot bestätigt den Vorfall

Auch der Pressedienst von Aeroflot bestätigte den Vorfall. An Bord des russischen Flugzeuges A330-300 befanden sich demnach 142 Passagiere. Zudem bestätigte die Fluggesellschaft, dass die russische Maschine tatsächlich die Flugfläche ändern musste. Die Anweisung sei von Fluglotsen gekommen und „war darauf zurückzuführen, dass die Flugbahn von einem anderen Luftfahrzeug überquert wurde“, hieß es.
Flugzeug (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.12.2021
Passagierflugzeug muss wegen US-Aufklärungsflugzeug über Schwarzem Meer Kurs wechseln
Bei der Erfüllung der Anweisung der Fluglotsen habe die Besatzung der Passagiermaschine dieses Luftfahrzeug visuell beobachten können.

Nato-Militärflugzeuge gefährden Passagierflüge über Schwarzem Meer

„Im Luftraum über den offenen Gewässern des Schwarzen Meeres wurden Bedrohungen für zivile Flüge verhindert. Die zunehmende Intensität der Nato-Flugzeuge in der Nähe der Grenzen der Russischen Föderation, unter anderem über dem Schwarzen Meer, birgt Risiken gefährlicher Zwischenfälle in Bezug auf zivile Flugzeuge“, erläuterte die Sprecherin von Rosawiazija.
Ein russisches Kampfflugzeug des Typ  Su-27 - SNA, 1920, 03.12.2021
Russische Su-27 und Su-30 begleiten US-Aufklärungsflugzeuge über Schwarzem Meer
„Da die oben genannten Flüge von Militärflugzeugen ohne Funkverbindung Risiken für die Sicherheit von Flügen ziviler Flugzeuge im Schwarzmeerraum darstellen, werden die russischen Luftfahrtbehörden die Einlegung eines Protests über diplomatische Kanäle anregen“, fügte sie hinzu.
US-Militärflugzeuge, darunter Aufklärungsflugzeuge, überfliegen regelmäßig das Schwarze Meer, sodass Maschinen der russischen Luftwaffe in die Luft abheben müssen, um die ausländischen Flugzeuge zu begleiten und eine Verletzung der Staatsgrenze zu verhindern.
Nato-Manöver in Norwegen - SNA, 1920, 03.12.2021
Norwegen will Nato-Militärpräsenz an Grenze zu Russland einschränken
Ende November hatte Verteidigungsminister Sergej Schoigu auf die Intensivierung der Aktivitäten von Nato-Ländern nahe der russischen Grenzen hingewiesen. Unter diesen Umständen sei Moskau gezwungen, die Kampfbereitschaft seiner Nuklearstreitkräfte aufrechtzuerhalten und die Fähigkeiten seiner nichtnuklearen Abschreckungskräfte auszubauen, betonte er.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала