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Nikolaus kommt dieses Jahr trotz Corona – allerdings nur mit 2G-Regel

© AFP 2021 / Oliver DietzeDer Nikolaus
Der Nikolaus - SNA, 1920, 05.12.2021
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Nach einer Zwangspause im vorigen Jahr haben sich die Nikoläuse am Wochenende wieder auf den Weg zu Familien in ihrer Region gemacht – allerdings oft nur unter Einhaltung der 2G-Plus-Regel. Auftritte in Kindergärten, wo die Kinder bisher nicht gegen Corona geimpft werden konnten, sollen im Freien stattfinden.
Der Organisator eines jährlichen internationalen Nikolaustreffens im Allgäu, Franz Horn, erklärte in diesem Zusammenhang, dass von Anfang an klar gewesen sei, „dass wir als ältere Herren kein Risiko eingehen“.
Dabei betonte er die Notwendigkeit, dass auch Geimpfte noch einen Schnelltest dazu machen sollten. Der Vorsitzende der Friedrichshafener Nikolausgilde, Berthold Erich Schwarz, verwies in dieser Hinsicht auf das Alter der Veranstalter, wonach sie „fast alle“ zur Risikogruppe gehörten und deswegen nur unter 2G kommen könnten.
Auftritte in Kindergärten mit Kindern ohne Impfschutz fänden im Freien statt. Auch sonst wollten die Darsteller von Nikolaus und Knecht Ruprecht darauf achten, Abstände einzuhalten. Größere Proteste gegen die 2G-Regel habe es nicht gegeben, sagte Schwarz.
Ihm zufolge gab es nur bei einer Anfrage einen Elternteil, der nicht geimpft oder genesen war – „aber da wollten wir das Risiko nicht eingehen“, hieß es weiter.
Im Oberallgäu gebe es sogar einige Nikolaus-Darsteller, die unter ihrem Bart zum Schutz noch eine Maske tragen würden, sagte Franz Horn, der in Missen-Wilhams und Umgebung seit fast 50 Jahren mit Bart und Bischofsgewand unterwegs ist. 85 Adressen stünden in der Region dieses Jahr auf dem Zettel. In Friedrichshafen am Bodensee seien es, so Schwarz, nur etwa 50 – vor Corona hätten die Nikoläuse rund 140 Auftritte gehabt.
„Das wird ein ganz abgespecktes Nikolausfest“, meinte Schwarz.
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Geschichte des Nikolaus

Nikolaus von Myra, dessen Gedenktag am 6. Dezember gefeiert wird, soll um das Jahr 300 gelebt haben. Er soll armen Kindern goldene Äpfel geschenkt und hungernden Menschen mit Korn geholfen haben. Bundesweit gibt es Gilden, die sich dem Leben und Wirken des Heiligen verschrieben haben. Mit Weihnachtsmann-Darstellungen wollen die Mitglieder in der Regel nichts zu tun haben.
Erst seit 1555 gilt der Nikolaus als Gabenbringer für Kinder. Strümpfe und Schuhe werden von ihm und seinem Helfer, Knecht Ruprecht, heimlich mit Süßigkeiten befüllt. Seit dem 17. Jahrhundert ist der Nikolaus allmählich öfter zu einem sichtbaren Schenker geworden. Dabei kann Nikolaus nicht nur loben, sondern auch strafen.
Den strafenden Part des Pädagogen Nikolaus übernahm oft eine zweite Gestalt: sein Begleiter Knecht Ruprecht. Er hat eine Rute dabei und in seinem Sack befinden sich nicht nur Äpfel, sondern angeblich auch mitgenommene Kinder: Damit drohte man den Kleinen früher. In Bayern begleitet den Nikolaus eher der Krampus, der Knecht Ruprecht zwar ähnelt, aber auch mal ohne Heiligen Nikolaus unterwegs ist.
In manchen Regionen kommt der Nikolaus bereits am Abend des 5. Dezembers, in manchen kalendergemäß am 6. abends.
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