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„Alle vier Tage ein Bauarbeiter tödlich verunglückt“: IG BAU fordert mehr staatliche Kontrollen

© AFP 2021 / CHRISTOF STACHEEine Baustelle in München
Eine Baustelle in München - SNA, 1920, 05.12.2021
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69 Bauarbeiter sind bis einschließlich September auf deutschen Baustellen tödlich verunglückt. Dies berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Verweis auf die Berufsgenossenschaft Bau (BG BAU) am Sonntag. Die meisten Unfälle sind in kleineren Betrieben passiert. Die Gewerkschaft IG BAU fordert mehr staatliche Arbeitsschutzkontrollen.
Im Vorjahreszeitraum waren demnach bis September 74 Bauarbeiter ums Leben gekommen, am Ende stand ein Rekordhoch mit 97 Toten.
„In diesem Jahr ist rein statistisch alle vier Tage ein Bauarbeiter tödlich verunglückt“, wird das Bundesvorstandsmitglied der Baugewerkschaft IG BAU, Carsten Burckhardt, von den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitiert. Die Zahl der tödlichen Unfälle drohe das traurige Rekordhoch des Vorjahres zu erreichen. Auf erschreckend hohem Niveau sei auch die Zahl von insgesamt 77.115 meldepflichtigen Arbeitsunfällen, teilte Burckhardt mit, der für den Arbeitsschutz zuständig ist.
Häufigste Todesursachen waren nach Angaben der BG BAU Abstürze aus großer Höhe sowie Verletzungen durch herabfallende Teile.
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Die Zahl der tödlichen Wegeunfälle soll dagegen gesunken sein: Sechs Bauarbeiter seien bis September auf dem Weg zu oder von einer Baustelle ums Leben gekommen. Der Vergleichszeitraum im Jahr 2020 habe 13 tödliche Wegeunfälle aufgewiesen.
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Die meisten Unfälle sollen in kleineren Betrieben passiert sein. „Hier müssen wir dringend ein anderes Bewusstsein schaffen“, forderte Burckhardt dem Bericht zufolge. Zugleich brauche es mehr staatliche Arbeitsschutzkontrollen. „Notwendig ist ein höherer Kontrolldruck für die Betriebe, die es mit der Arbeitssicherheit nicht wirklich ernst nehmen“, sagte der IG-BAU-Arbeitsschutzexperte. „Nur auf Eigenverantwortung zu setzen, ist zu wenig.“
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