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Türkei zu Abzug der Streitkräfte aus Libyen bereit – nur unter dieser Bedingung

© AFP 2021 / MAHMUD TURKIADie libyschen Spezialeinheiten werden vom türkischen Militär ausgebildet
Die libyschen Spezialeinheiten werden vom türkischen Militär ausgebildet - SNA, 1920, 04.12.2021
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Die Türkei hat positiv auf die Forderung des Gemeinsamen Militärausschusses (5+5)*, ihre Truppen aus Libyen abzuziehen, reagiert, aber gleichzeitig eine Bedingung gestellt, geht aus einer Mitteilung des Mitglieds des Ausschusses, Generalleutnant Faraj al-Susah, vom Samstag hervor.
„Mit der türkischen Seite wurden Verhandlungen über die Umsetzung der Beschlüsse der Berliner Libyen-Konferenz, des Beschlusses über Waffenstillstand und den anschließenden Abzug ausländischer Truppen und Söldner aus Libyen geführt … Während dieser Verhandlungen hat der Gemeinsame Militärausschuss die türkische Seite gebeten, die Söldner, die beide Konfliktseiten unterstützen, abzuziehen – gemäß dem vom Ausschuss aufgestellten Plan, der auf die Wiedererlangung der nationalen Souveränität abzielt.Die Türkei begrüßte diese Forderung – ausgehend vom Prinzip der nationalen Souveränität, die ohne den koordinierten und gleichzeitigen Abzug ausländischer Truppen nicht umgesetzt werden kann“, sagte Faraj al-Susah.
Er fügte hinzu, der Militärausschuss solle bald mit derselben Initiative Moskau einen Besuch abstatten. Der UN-Sicherheitsrats unterstütze die Entscheidungen des gemeinsamen Militärausschusses, unter der Voraussetzung, dass der gleichzeitige Abzug ausländischer Truppen aus Libyen unter Kontrolle von internationalen und lokale Beobachtern stattfinde.
Zuvor hattte der Chef der libyschen Nationalarmee für moralische Ausbildung, Khaled al-Mahjub, mitgeteilt, dass der Gemeinsame Militärausschusses vor einigen Tagen in die Türkei gereist sei. Danach sollen seine Vertreter Russland besuchen, um dort auch über den Abzug von Söldnern und ausländischen Truppen aus Libyen zu beraten.
Auch der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für Libyen, Jan Kubis, äußerte sich zuvor in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu möglichen Beratungen des Ausschusses in Moskau.
Ján Kubiš - SNA, 1920, 23.11.2021
Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für Libyen tritt vor Präsidentschaftswahlen zurück
Libyen war nach dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 in einen Bürgerkrieg versunken, an dem zahlreiche Milizen beteiligt waren. Seit dem vergangenen Jahr gilt jedoch eine Waffenruhe. In diesem Frühjahr wurde unter UN-Vermittlung eine Übergangsregierung gebildet, die das Land zu Wahlen am 24. Dezember führen soll.
* besteht aus fünf hochrangigen Militärangehörigen der Regierung der Nationalen Übereinkunft (GNA) und fünf Vertreter der Lybischen Nationalarmee. Bei den Verhandlungen wurde eine dauerhafte Waffenruhe und die Öffnung des Verkehrs entlang der Hauptverkehrsader, die den Westen des Landes praktisch mit dem Osten verbindet, erzielt.
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