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Dänisches Unternehmen will Kurilen-Insel Schumschu in Pacht nehmen – russischer Gouverneur

© SNA / Igor Wainsteinnördliche Kurilen-Inseln
nördliche Kurilen-Inseln - SNA, 1920, 04.12.2021
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Das dänische Unternehmen Copenhagen Infrastructure Partners will mit Windenergie Wasserstoff auf den Kurilen-Inseln im russischen Fernen Osten erzeugen. Dies teilte der Gouverneur der Oblast Sachalin, Waleri Limarenko, gegenüber russischen Medien mit.
Eigentlich werden laut Limarenko derzeit zwei Projekte zur Wasserstoffherstellung in Betracht gezogen: Das erste Projekt werde von der russischen Atomenergiebehörde Rosatom und dem französischen Unternehmen Ail Liquid vorgestellt, das sich mit der Produktion technischer Gase befasst. Das Konzept sehe die Verarbeitung von Erdgas des russischen Energieriesen Gazprom (200 Millionen Kubikmeter pro Jahr) vor und befindet sich derzeit in der Phase der technisch-wirtschaftlichen Begründung, die bis Ende 2021 abgeschlossen sein solle. Die erforderlichen Investitionen würden auf rund 18 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 215 Millionen Euro) geschätzt. Die ersten 30.000 Tonnen Wasserstoff sollten im Jahr 2025 verkauft werden, fügte der Gouverneur hinzu.
Das andere Projekt sei von der dänischen Firma Copenhagen Offshore Partners vorgelegt worden. Das Unternehmen plane, 120.200 Tonnen Wasserstoff pro Jahr auf den Kurilen mit Hilfe von Windkraft herzustellen, teilte Limarenko gegenüber dem Sender RBK mit.
„Sie bitten darum, die Insel Shumshu in Pacht zu nehmen, weil es dort bessere Windverhältnisse gibt“, sagte der Gouverneur. „Der Investor beantragt Land, um Untersuchungen durchführen zu können: Wo Messgeräte für den Kraftwerkspark aufgestellt werden sollten und so weiter, fügte er hinzu.
Das dänische Unternehmen wolle das hergestellte Gas nach Japan liefern. Limarenko erinnerte daran, dass Tokio keine territorialen Ansprüche auf die Nördlichen Kurilen-Inseln erhebt, zu denen auch die Insel Schumschu gehört.
„Es handelt sich um Inseln, die auch ursprünglich Russland gehörten, so dass es keine Hindernisse für den Aufbau langfristiger Handelsbeziehungen im Bereich der Wasserstoffproduktion und -energie gibt“, versicherte Limarenko.
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Eine endgültige Entscheidung über das dänische Projekt sei noch nicht gefallen: „Das bedeutet jedoch nicht, dass das Projekt definitiv realisiert wird, aber ernsthafte Gespräche werden geführt, und ich informiere die Staatsführung darüber“. Die Investitionen in dieses Projekt könnten sich nach seinen Angaben auf zwei und zweieinhalb Milliarden US-Dollar belaufen.
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