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Mit Fackeln und Trommeln: Gegner der Corona-Politik belagern Haus von Sachsens Gesundheitsministerin

CC BY-SA 3.0 / Sandro Halank / Wikimedia CommonsSPD-Politikerin Petra Köpping
SPD-Politikerin Petra Köpping - SNA, 1920, 04.12.2021
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Etwa 30 Menschen haben sich am Freitagabend vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) versammelt, um gegen die Corona-Politik zu protestieren. Das teilte die Deutsche Presse-Agentur am Samstag unter Verweis auf eine Sprecherin der Polizei mit. Die SPD verurteilte indes den Corona-Protest.
Der Sprecherin zufolge versammelten sich Gegner der Corona-Maßnahmen mit Trommeln, Trillerpfeifen und Fackeln vor dem Haus in Grimma.
Als die Polizei kam, seien die Menschen in mehreren Fahrzeugen geflüchtet. 15 Autos wurden demnach von der Polizei angehalten, die Identitäten von 25 Menschen konnten festgestellt werden. Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und prüft Verstöße gegen die Corona-Verordnung.
Am Freitagabend hatte es in mehreren sächsischen Orten Proteste gegen den Corona-Kurs gegeben. Am Montag wird vor dem Landtag eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen erwartet.
Gemäß der sächsischen Corona-Notfallverordnung sind in dem Bundesland derzeit nur Versammlungen mit höchstens zehn Menschen erlaubt – und nur an einem festen Ort.

SPD verurteilt „faschistoiden“ Corona-Protest

Indes verurteilten die SPD Sachsen sowie die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken den Protest vor Köppings Haus und sprachen der Ministerin ihre Solidarität aus.
„Auch wenn die paar Hansel da versuchen, Angst und Schrecken zu verbreiten: Die Vernunftbegabten und Verantwortungsbereiten sind die große Mehrheit, und die steht an Deiner Seite!“, twitterte Esken.
Der scheidende SPD-Co-Chef Norbert Walter-Borjans verurteilte den Vorfall ebenfalls scharf: „Das, was da gestern passiert ist, faschistoid zu nennen, scheue ich mich nicht", sagte er am Samstag im Deutschlandfunk.
Es sei absolut erschütternd, weil dieser Aufmarsch vor dem Haus der SPD-Politikerin Vergleiche nahe lege zu einer Zeit in Deutschland, in der man schon mal mit Trommeln und Fackeln vor Häusern gestanden habe.
Ein Bundeswehrsoldat (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.12.2021
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Es sei zwar nur eine kleine Minderheit, die diese Radikalisierung vorantreibe. Aber es sei inzwischen so weit, dass ein ganz klarer Bedarf für alle Demokratinnen und Demokraten im Land bestehe, sich abzugrenzen und für die Ordnungskräfte, auch klar einzuschreiten.
Hinter solchen Protesten stünden Leute aus dem Kreise der Querdenker oder anderer sich radikalisierender Kleingruppen, denen nicht die Gesundheit der Menschen am Herzen liege, sondern die aufrühren und destabilisieren wollten, sagte Walter-Borjans.
„Das ist in dieser Zeit, wo wir Zusammenhalt brauchen, ein besonderes Gift.“
Die sächsische SPD zeigte in einem Tweet volle Solidarität mit Köpping. „Solche Bilder und Taten darf es nicht geben!“, heißt es.
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