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Europäische Staaten planen neue diplomatische Vertretung in Afghanistan – Macron

© REUTERS / POOLFrankreichs Präsident Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - SNA, 1920, 04.12.2021
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Frankreich arbeitet mit anderen europäischen Staaten an der Eröffnung einer gemeinsamen diplomatischen Vertretung in Afghanistan, wie die Agentur Reuters unter Verweis auf Präsident Emmanuel Macron mitteilte.
Die Eröffnung der Vertretung sei so schnell wie möglich geplant, habe aber nichts mit einer politischen Anerkennung der Taliban*-Regierung zu tun, betonte Macron am Samstag bei einem Besuch in Katars Hauptstadt Doha.
Dies soll ihm zufolge den Ländern eine baldige Rückkehr ihrer Botschafter nach dem Abzug im Zuge der Machtübernahme der radikal-islamischen Taliban im August ermöglichen. Auch Sicherheitsfragen seien noch zu klären. Um welche anderen europäischen Länder es sich bei den Plänen handelt, blieb zunächst unklar.
Auch die Europäische Union hatte laut der Agentur vor kurzem angekündigt, möglichst bald eine diplomatische Vertretung in der afghanischen Hauptstadt Kabul zu eröffnen, ohne damit eine Anerkennung der Taliban-Regierung zu verbinden.
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Diese Woche hatte Frankreich mit Hilfe Katars mehr als 300 weitere Menschen mit einem erneuten Evakuierungsflug aus Afghanistan gebracht. Darunter seien 258 Afghanen, die etwa als Journalisten oder als zivile Helfer der französischen Streitkräfte gearbeitet hätten, sowie elf Franzosen und rund 60 Niederländer sowie dazugehörige Menschen, wie das Außenministerium in Paris am Freitagabend mitteilte.
Am Samstagmorgen dankte Macron laut dem Sender „France Bleu“ Katar für die Hilfe bei der Organisation der Evakuierung dieser Menschen. Ihr Transport nach Frankreich sei für die kommende Woche geplant.
Am Freitag war Macron zu Beginn einer zweitägigen Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien nach Dubai gereist. In Saudi-Arabien wird er am Samstag erwartet.

Machtergreifung durch Taliban in Afghanistan

Anfang August hatten die Taliban eine großangelegte Offensive gegen die Regierungskräfte in Afghanistan eingeleitet. Am 15. August marschierten sie in Kabul ein und brachten den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle. Am nächsten Tag erklärte ein Taliban-Sprecher, dass der Krieg beendet sei und die Regierungsform im Land in nächster Zeit bestimmt werden solle.
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In den letzten beiden Augustwochen erfolgte eine Massenevakuierung von Bürgern westlicher Länder und ihren afghanischen Mitarbeitern vom Flughafen in Kabul, der von US-Soldaten kontrolliert wurde. In der Nacht zum 31. August verließen die US-Truppen den Flughafen. Anfang September wurde die Zusammensetzung der Übergangsregierung Afghanistans bekannt gegeben, deren Leitung das führende Mitglied der Taliban, Mohammad Hasan Ahund, übernommen hat.
Bereits 2013 durften die Taliban in der Hauptstadt Doha ein politisches Büro eröffnen. Zeitweise sollen sich rund 100 Taliban-Funktionäre in Katar im Exil aufgehalten haben.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
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