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Klares Zeichen gegen illegale Migration: „Zurückweisen an EU-Grenze“ – Ex-General im Video-Interview

© SNAAfD-Politiker Joachim Wundrak
AfD-Politiker Joachim Wundrak - SNA, 1920, 03.12.2021
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Die von Belarus ausgehende Flüchtlingskrise „wird aus sehr fragwürdigen Gründen herbeigeführt und belastet Deutschland stark.“ Das sagt Joachim Wundrak im Video-Interview mit SNA. Der AfD-Politiker und frühere Bundeswehr-General führte jüngst in Polen Gespräche mit der deutschen Botschaft und der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“ in Warschau.
Im Rahmen der aktuellen Reise einer Delegation der AfD-Bundestagsfraktion nach Polen, gewährte Joachim Wundrak (AfD) gegenüber SNA News ein Video-Interview vor Ort in Warschau. Der polnische SNA-Korrespondent Jarosław Augustyniak stellte dabei die Fragen.
Der Generalleutnant a. D. der Bundeswehr und AfD-Bundestagsabgeordnete Wundrak bezeichnete die von Belarus ausgehende Flüchtlingskrise an der Grenze zum EU-Land Polen als „schwierige Konfliktsituation“. Als Problemlösung empfahl er „nüchterne Realpolitik und vernünftige Diplomatie“.
Die AfD-Bundestagsabgeordneten Paul Podolay (links) und Siegbert Droese bei einem Besuch in Litauen - SNA, 1920, 14.08.2021
„Flüchtlingskrise von 2015 wiederholt sich“: AfD in Litauen – Exklusiv-Interview
Außerdem warnte er eindringlich davor, dass sich die europäische Flüchtlingskrise von 2015 wiederholt. Unter den Nachwirkungen würden Deutschland und die deutsche Gesellschaft „bis heute leiden“, wie er im Interview betonte.
Herr Wundrak, wie schätzt die AfD die Migrationskrise in Belarus an der Grenze zu Polen ein?
Wir denken, dass das eine sehr schwierige Situation ist, die herbeigeführt worden ist, aus sehr fragwürdigen Gründen. Ich denke, dass hier Weißrussland eine sehr unglückliche und eine sehr schwierige Rolle spielt, hier eine Migrationskrise zuerst in Litauen und jetzt in Polen herbeizuführen. Das ist nicht in deutschem Interesse. Wir haben in den letzten Monaten mehr als 10 000 Migranten in Deutschland festgestellt, die über diese Route nach Deutschland eingereist sind.
Das ist für uns eine belastende Situation und wir unterstützen Polen in seinen Bemühungen, diese Grenze zu schließen, die Migrationskrise zu beenden, indem man wirklich die Grenze für illegale Migration schließt.
Migranten an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 02.12.2021
„Grenzen schützen und Flüchtlingskrise eindämmen“: Ex-General Wundrak (AfD) in Polen – Exklusiv
Welche Gefahr geht Ihrer Meinung nach von den Flüchtlingsströmen für Deutschland und die EU aus?
Wir haben ja schon 2015 eine Erfahrung gemacht. Wenn man diesen Migrationsströmen nicht entgegentritt, dass das dann eine Vervielfachung der Migranten bedeutet. Die natürlich angelockt werden durch die sehr, sehr positiven und sehr weitreichenden sozialen Hilfen in Deutschland. Auch für Migranten und für Flüchtlinge, die gegeben sind, diese Flüchtlingsströme zu vervielfachen. Und von daher sind wir sehr interessiert daran, dass Polen alles tut, um diesen Migrationsstrom einzudämmen und zu reduzieren, um eben nicht diesen Effekt, diesen verstärkenden Effekt noch weiter herbeizuführen.
Menschen in aller Welt, die mit ihrer Situation nicht zufrieden sind, wird man nicht aufhalten können, indem man nur gute Worte findet. Sondern man muss auch klare Tatsachen schaffen. Das heißt also: Die Zurückweisung an den Außengrenzen der EU muss klar und deutlich sein, damit ein klares Zeichen für diese Migranten aus aller Welt auch gesendet wird.
Sie haben an der Grenze auch mit Frontex und den polnischen Grenzbehörden gesprochen. Was haben diese gesagt?
Also, zu erstmal habe ich nicht an der Grenze gesprochen. Ich habe mit Frontex hier in Warschau gesprochen. Ich habe auch hier in Warschau mit Vertretern der deutschen Botschaft gesprochen, die auch eine entsprechende Lageeinschätzung mir mitgeteilt haben. Ich habe das schon in der ersten Frage gesagt: Dass es wichtig ist, dass jetzt die Polen, die polnische Regierung, der polnische Staat ein klares Zeichen gibt zu den Zurückweisungen von Migranten an der Grenze. Dass das nicht toleriert wird, hier eine quasi Erpressung der Europäischen Union über Migrantenströme zu erlauben.
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko (Archivbild) - SNA, 1920, 01.12.2021
Lukaschenko: Merkel hat EU-Hilfe bei Lösung der Migrationskrise an Grenze zu Polen zugesagt
Hier muss eine ganz klare Position her und ich denke mal, es kommt auch aus Deutschland mittlerweile und auch aus der EU, dass Polen hier solidarisch unterstützt wird. Hoffentlich nicht nur mit politischen Erklärungen, sondern auch materiell. Indem die Lastenteilung erfolgt, weil Polen für die Europäische Union hier eine ganz, ganz wichtige Position einnimmt.
Letzte Frage: Was würden Sie Warschau und Minsk in dieser Situation raten?
Diese Situation ist eine Konfliktsituation, keine Frage. Konflikte muss man lösen, indem man miteinander spricht. Und das nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern man muss die Mittel der Diplomatie einsetzen, um eben diese Situationen zu entschärfen. Leider ist es ja so, dass diese Migrationskrise in Polen nicht alleine in der Region entsteht. Wir haben in der Ukraine eine Konfliktsituation, auch mit der Russischen Föderation. Auch hier muss mehr miteinander gesprochen werden.
Wir müssen die Mittel der Diplomatie wieder ziehen und nicht in der Öffentlichkeit über eskalierende Beiträge, eskalierende Sprache, die Situation anheizen. Ich empfehle hier zurückzukehren zu vernünftiger Diplomatie. Zu Realpolitik, ganz nüchtern. Um die gegenseitigen Konflikt-Positionen zu entschärfen.
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