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Deutscher Journalisten-Verband klagt gegen „Kieler Nachrichten“

CC0 / kalhh / Pixabay / Zeitungen (Symbolbild)
Zeitungen (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.12.2021
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Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat gemeinsam mit der Deutschen Journalisten-Union (DJU) bei Verdi beim Landgericht Flensburg Klage gegen die „Kieler Nachrichten“ eingelegt. Damit soll erreicht werden, dass die Zeitung Vergütungsregeln für freie Mitarbeiter einhält.
Laut dem DJV hat der Verlag für seine Freien deutlich niedrigere Honorare für Texte und Fotos eingeführt, als in den Gemeinsamen Vergütungsregeln vorgesehen. „Das ist unfair gegenüber den Journalistinnen und Journalisten, die für die 'Kieler Nachrichten' arbeiten und davon leben wollen“, so DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.
Überall weist darüber hinaus auf die grundsätzliche Bedeutung des Rechtsstreits hin. 2017 wurde eine neue Vorschrift ins Gesetz aufgenommen, damit Urheberinnen und Urheber nicht selber auf Einhaltung der Gemeinsamen Vergütungsregeln klagen müssen. Die Verlegerverbände haben darauf mit der Kündigung der Gemeinsamen Vergütungsregeln reagiert. Diese Kündigung hält der DJV für unwirksam. „Die Gemeinsamen Vergütungsregeln sind ein wichtiges Instrument des Urheberrechtsgesetzes, um die faire Bezahlung der Urheber sicherzustellen“, so der DJV-Vorsitzende. „Wenn ein Verlag seine Freien mit Dumpinghonoraren abspeisen will, ist das alles andere als angemessen.“
Google (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.11.2021
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