Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Imageschaden wegen Namen von Corona-Stamm: Russische Klinikkette „Omikron“ klagt gegen WHO

CC0 / TheDigitalArtist/Pixabay / Coronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.12.2021
Abonnieren
Die russische Klinikkette für Augenheilkunde „Omikron“ hat vor einem Gericht im Gebiet Moskau eine Klage gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingereicht, in der gefordert wird, die Verwendung des Wortes Omikron im Zusammenhang mit der Coronavirus-Infektion in Russland zu verbieten.
„Wir fordern von der WHO, das Wort Omikron im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Russland nicht mehr zu verwenden. Wir haben eine Klage erhoben, weil Omicron unser eingetragenes Warenzeichen im Bereich der Gesundheitsversorgung ist“, teilte am Donnerstag der Gründer und CEO der Kette, Alexander Padar, in einer Sendung des Senders Rossija-24 mit.
Die Situation könnte sich ihm zufolge negativ auf die Gewinne des Unternehmens auswirken:
„Bisher haben wir keine Verluste erlitten. Aber wenn dieser Stamm wirklich tödlich wird und sich weiter verbreiten wird, dann werden wir natürlich finanzielle Verluste erleiden“.
Außerdem berge ein gleichnamiger Coronavirus-Stamm für die Kette „Omikron“, deren Kliniken sich in den russischen Regionen Nowosibirsk, Kemerowo, Tscheljabinsk, Swerdlowsk und Jaroslawl befinden, große Reputationsrisiken in sich.
„Natürlich wird das in den Regionen, in denen wir bereits präsent sind, keine katastrophalen Auswirkungen haben, aber wir verbreiten uns aktiv, und wenn wir in eine neue Region kommen, werden wir damit konfrontiert sein, dass dies Wort eine gewisse Assoziation mit sich bringt“, sagte der Geschäftsmann.
Der Begriff werde nämlich nicht mehr für „gute Sehkraft“, sondern für „tödliche Krankheit“ stehen. „Wenn sich das alles in die Länge zieht, müssen wir den Namen möglicherweise komplett ändern, und das sind enorme Kosten“, so Padar weiter.
Seit dem 31. Mai erhalten alle Varianten des Coronavirus einen leicht auszusprechenden Namen. Damals hatte die WHO sich darauf verständigt, die Namensgebung neuer Corona-Varianten zu vereinfachen.
Um eine stigmatisierende und diskriminierende Namensgebung zu verhindern und die Aussprache zu vereinfachen, hatte man sich mit einer unabhängigen Expertengruppe darauf geeinigt, die Buchstaben des griechischen Alphabets als Grundlage für die Namensgebung neuer Varianten zu verwenden.
Weltgesundheitsorganisation WHO (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.11.2021
WHO stuft neue Corona-Variante als „besorgniserregend“ ein
Die neue Variante B.1.1.529 erhielt nun den 15. Buchstaben des griechischen Alphabets: Omikron. Tatsächlich ist Omikron aber erst die 13. Variante des Coronavirus, die einen Namen erhält. Die WHO hat bei der Namensgebung absichtlich zwei Buchstaben übersprungen, den 13. Buchstaben „Ny“ und den 14. „Xi“. Wie die New York Times berichtet, wurde „Ny“ in der Namensgebung übergangen, weil es leicht mit dem englischen Wort „new“ zu verwechseln ist. Gegen „Xi“ hat man sich als Namen entschieden, weil es ein gängiger Name in China ist und man eine Diskriminierung verhindern wollte.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала